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Provinzial-Fusion so gut wie in trockenen Tüchern

Der Zusammenschluss der Provinzial Nordwest und der Provinzial Rheinland hat eine weitere Hürde genommen. Beide Seite haben sich auf eine Bewertung der Unternehmen und ein Fusionskonzept geeinigt. Nun müssen die Anteilseigner das Vorhaben noch abnicken.

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© bongkarn / stock.adobe.com

Die von langer Hand vorbereitete Fusion der beiden Sparkassen-Versicherer Provinzial Rheinland und Provinzial Nordwest ähnelt ein wenig einer der vielen Comedy-Serien, bei denen sich der weibliche und der männliche Protagonist erst nach mehreren Staffeln und vielen Wendungen endlich finden. So scheint es auch hier: Beide Seiten loten seit 2013 ein Zusammengehen aus, im Jahr 2018 wurde es ernster, die Eigentümer der beiden Gesellschaften hatten sich auf die Rechtsform des neuen Versicherers geeinigt. Anfang 2020 wurde eine Einigung mit der Gewerkschaft Verdi über den Tarifvertrag geschlossen. Nun haben die Anteilseigner einen weiteren wichtigen Schritt gemacht.

"Nach sorgfältigen Prüfungen im Rahmen einer Due Diligence haben sich die Spitzen der Anteilseigner der Provinzial Rheinland und des Provinzial Nordwest Konzerns über das wirtschaftliche Ergebnis der Fusionsprüfung weitgehend verständigt und sind zu einer wirtschaftlichen Einigung für eine Fusion der beiden Versicherer gekommen. Sie betrifft unter anderem die Bewertung, das Fusionskonzept und wichtige rechtliche Dokumente", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Zusammenschluss rückwirkend zum Jahresbeginn?
Damit wurde ein Punkt abgehakt, der vor rund zwei Wochen noch Probleme machte: die unterschiedlichen Bewertungen der Versicherer. Beide Seiten wollten immer einen "Zusammenschluss unter Gleichen". Die drei Eigentümer der Provinzial Rheinland möchten daher 50 Prozent an dem neuen Versicherer halten. Doch die Bewertungen durch Experten haben Medienmeldungen zufolge ergeben, dass die Relation eher bei 57 Prozent für die Provinzial Nordwest und 43 Prozent für die Provinzial Rheinland liegen werde. Ein Lösungsvorschlag war, dass die die Provinzial Nordwest einen Teil ihrer Aktien von den Eignern zurückkaufe, um die Bewertungen anzugleichen.

Der weitere Zeitplan sehe jedenfalls vor, dass die Eigentümer das Ergebnis der Wirtschaftsprüfung erhalten und darüber final abstimmen. Dazu müssen aber erst noch die testierten Jahresabschlüsse vorliegen. Wann das der Fall sei, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Jedenfalls solle die Fusion, wenn alle zugestimmt haben, rückwirkend zum 1. Januar 2020 gelten. "Ich bin sehr froh, dass die beiden Provinzial-Gruppen nach hartem Ringen zu einem guten Kompromiss gefunden haben, mit dem aus meiner Sicht beide Seiten sehr gut leben können", kommentiert Wolfgang Breuer, aktuell Chef der Provinzial Nordwest, der neu die Gruppe zunächst führen soll. (jb)

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