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Politik vereitelt Fusion: Bad Sachsa bleibt kleinste Sparkasse

Die geplante Vierer-Fusion der niedersächsischen Sparkassen aus Bad Sachsa, Duderstadt, Osterode und Münden kommt nicht zustande.

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© twinsterphoto / stock.adobe.com

Im Getriebe des finanzgewerblichen Fusionskarussells hakt es hörbar: Nachdem erst vor wenigen Tagen ein von langer Hand geplanter Zusammenschluss im Volksbankensektor scheiterte, kommt nun eine Fusion im Sparkassenbereich ebenfalls nicht zustande: Die geplante Viererkette aus den niedersächsischen Sparkassen in Bad Sachsa, Duderstadt, Osterode und Münden kommt über den Reißbrettstatus nicht hinaus. Damit bleibt die Sparkasse Bad Sachsa das kleinste öffentlich-rechtliche Geldhaus in Deutschland.

Der Zusammenschluss der Institute scheiterte am Votum des Rates der Stadt Duderstadt. In einer geheimen Abstimmung stimmten 29 Ratsmitglieder gegen die Fusion und nur drei dafür, drei Stadträte enthielten sich ihrer Stimme.

Mehr als neun Monate wurde verhandelt
"Der Rat der Stadt Duderstadt hat bei seiner Entscheidung lokalen Aspekten Vorrang eingeräumt, das ist zu respektieren", schreibt der Landkreis Göttingen, indem alle vier Sparkassen beheimatet sind, in einer Pressemitteilung. "Eine Abwägung mit den Vorteilen der Fusion für die Sparkassenstruktur im Landkreis und die übrigen betroffenen Sparkassen war bedauerlicherweise nicht ausschlaggebend."

Die Fusionsverhandlungen zogen sich über einen Zeitraum von mehr als neun Monaten hin, das neu formierte Institut hätte eine Bilanzsumme von rund 2,1 Milliarden gehabt. Für die Banker in Bad Sachsa bedeutet das Scheitern, dass sie gemessen an der Bilanzsumme von rund 132 Millionen Euro weiterhin die rote Laterne unter den knapp 400 deutschen Sparkassen innehaben. (mh)

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