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Pfandbriefbank: Ratingagentur senkt den Ausblick

Eine US-Ratingagentur hat die Bonität der Deutschen Pfandbriefbank erneut analysiert und reduziert den Ausblick auf "negativ".

© bluedesign / stock.adobe.com

Standard & Poor’s (S&P) hat den Ausblick für das Rating der Deutschen Pfandbriefbank auf negativ gesetzt und vor erheblicher Unsicherheit bei dem geplanten US-Ausstieg gewarnt. Darüber informiert Bloomberg News.

“Bislang hat der Rückzug aus den USA Verluste verursacht, die unsere ursprünglichen Schätzungen bei weitem übersteigen, und es besteht weiterhin erhebliche Unsicherheit hinsichtlich des endgültigen Abschlags, den die Bank im Rahmen ihres Rückzugsplans aus den USA vornehmen muss”, erklärte die Ratingagentur am Freitagabend.

Strategische Neuausrichtung
Die PBB befindet sich inmitten einer strategischen Neuausrichtung. Sie zieht sich aus den USA zurück und konzentriert sich vollständig auf die europäischen Märkte. Die Bank arbeitet zudem an der Diversifizierung ihres Geschäftsmodells und expandiert in den Bereich Asset Management.

Mitte November hatte der Immobilienfinanzierer gewarnt, dass sich der Jahresverlust vor Steuern in der Spanne zwischen 210 Millionen Euro und 265 Millionen Euro bewegen dürfte.

“Die Risikominderungsmaßnahmen, insbesondere im US-amerikanischen Portfolio, sind zwar strukturell positiv, werden aber den adressierbaren Markt verkleinern und die Geschäftsaussichten stärker auf den europäischen CRE-Markt ausrichten, der angesichts schwacher makroökonomischer Aussichten länger schwierig bleiben kann”, schrieb S&P.

Erfolgsbilanz fehlt
Auch mit Blick auf die Expansion ins Asset Management zeigte sich S&P skeptisch. Die PBB ist gerade dabei, den Anbieter Deutsche Investment Gruppe zu kaufen. “DIG ist klein und war bisher nur mäßig profitabel. PBB muss erst noch eine Erfolgsbilanz vorweisen, um die konkreten Vorteile für ihr Geschäftsmodell zu unterstreichen”, erklärte S&P.

Die insgesamt schwächere Ertragsbasis der Bank erfordere ein striktes Kostenmanagement und gegebenenfalls weitere Restrukturierungen zur Anpassung der Kostenstruktur.

Versöhnliches Fazit
Die Bank ist laut der Ratingagentur - dank ihrer starken Kapitalausstattung - aber gut gerüstet, um zusätzliche unerwartete Verluste zu verkraften. Die Ratings wurden mit “BBB-/A-3” bestätigt. (aa)

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