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Personalnot bei Versicherern treibt seltsame Blüten

Der Fachkräftemangel in der Versicherungsbranche ist riesig. Experten zufolge gehen die Unternehmen dazu über, Wechselwillige unter psychischen Druck zu setzen und Konkurrenten mies zu machen. Bloß machen die Versicherer es damit noch schlimmer.

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Der Fachkräftemangel in der Versicherungsbranche bringt die Personaler der Unternehmen dazu, mit immer härteren Bandagen um Mitarbeiter zu kämpfen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Mitunter machen Versicherer demnach die Konkurrenz schlecht und warnen Wechselwillige, welch schlimme Dinge sie im neuen Job erwarten. Auch vor mehr oder minder unverhohlenen Drohungen schrecken einige nicht zurück: Wer wechsle, sei am Markt verbrannt oder habe seinen Ruf verspielt, müssen sich "Abtrünnige" anhören. "Da wird heftig ausgeteilt", zitiert die "SZ" den Personalberater Jürgen Dörendahl. Die Personalnot ist so groß, dass Konkurrenzunternehmen teilweise mit Gehaltssprüngen von bis zu 50 Prozent locken. 

"Wir erleben gerade einen Fachkräftemangel in vielen Bereichen", erklärt Tobias Vögele, Leiter des Personalwesens bei der Versicherung Signal Iduna aus Dortmund, gegenüber der "SZ". Das Problem gelte dabei für alle Berufsfelder: vom Kundendienstmitarbeiter bis zum Versicherungsmathematiker. Insbesondere um IT-Fachkräfte und Software-Designer buhlen die Versicherer. Das schlechte Image der Branche bei Bewerbern macht es nicht besser: Versicherer gelten als konservativ, behäbig und verstaubt, eine moderne und flexible Unternehmenskultur spielt für Bewerber aber eine immer größere Rolle, so Signal-Iduna-Experte Vögele laut "SZ". 

Versicherer sind laut Experten selbst schuld
Die Personalprobleme sind nach der Analyse der Zeitung mitunter hausgemacht. Immer neue Restrukturierungen und Stellenstreichungen in vielen Unternehmen haben das Vertrauen der Mitarbeiter erschüttert und untergraben ihre Loyalität. Besonders Unternehmen mit angloamerikanisch geprägter Führungskultur sind oft bereit, neueingestellten Mitarbeitern deutlich höhere Gehälter zu zahlen als Kollegen, die eine vergleichbare Position jahrelang innehatten und dann gekündigt haben, so die Zeitung. Das führt zu Unzufriedenheit, analysiert Personalberater Jürgen Dörendahl laut "SZ": "Hätte man dem sofort ein entsprechendes Gehalt gegeben, hätte er vermutlich einen wesentlichen Grund weniger gehabt, das Unternehmen zu verlassen." (fp)

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