Pensionsfondsriese verkauft Großteil seiner US-Staatsanleihen
Schwedens Alecta hat den Löwenanteil ihrer US Treasuries in den vergangen Monaten peu a peu veräußert und reagierte damit auf das sich verschlechternde Chancen-/Risikoverhältnis dieser Papiere. Hinzu kommt eine politische Komponente.

Die schwedische Pensionskasse Alecta hat seit Anfang 2025 den Großteil ihrer Bestände an US-Staatsanleihen veräußert. Als Grund nennt Chief Investment Officer Pablo Bernengo die zunehmenden makroökonomischen Risiken in den USA. Darüber informiert Bloomberg News.
Alecta ist die größte Pensionskasse Schwedens und einer der fünf größten betrieblichen Rentenversicherer in Europa. Er verwaltet die Altersvorsorge von etwa 2,8 Millionen Privatpersonen und 37.000 Unternehmen in Schweden. In Summer verwaltet die Adresse Assets in Höhe von rund 1,3 Billionen Schwedischen Kronen (ca. 123 Milliarden Euro).
Gestaffelter Ausstieg
“Das hängt mit der gesunkenen Berechenbarkeit der US-Politik in Kombination mit hohen Haushaltsdefiziten und einer wachsenden Staatsverschuldung zusammen”, erklärte Pablo Bernengo in einer E-Mail an Bloomberg. Beim Abbau seiner Bestände an US-Staatsanleihen hat der größte private Pensionsfonds des Landes “eine gestufte Vorgehensweise” gewählt.
Laut Bernengo machen die Verkäufe “den Großteil unseres Engagements” aus. Er verweist dabei sowohl auf Risiken bei Staatsanleihen als auch beim Dollar. Zu Beginn des Jahres 2025 hielt Alecta rund 100 Milliarden Kronen (11 Milliarden Dollar) in US-Staatsanleihen, wie die Zeitung "Dagens Industri" berichtet, die zuerst über die Verkäufe berichtet hat.
Auch andere institutionelle Investoren in Skandinavien überdenken vor dem Hintergrund der politischen Lage in den USA ihre Definition von “sicheren Häfen”. Die dänische Pensionskasse AkademikerPension kündigte am Dienstag an, bis zum Monatsende aus US-Staatsanleihen auszusteigen – als Reaktion auf gestiegene Kreditrisiken.
Bernengo erklärte zudem, er verfolge die Entwicklungen in Grönland “sehr aufmerksam”. Für eine Neubewertung der US-Risiken sehe Alecta jedoch bislang keinen Anlass. (aa)

