Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Pensionsfonds bestraft Asset Manager, die nicht outperformen

Japans Pensionsfonds übt scharfe Kritik an aktiven Managern. Diese seien nur darauf erpicht, mehr Geld einzusammeln. Statt Mehrrenditen zu erwirtschaften, würden sie Risiken meiden. Daher zahlt das Haus künftig nur nach Leistung.

peitsche-mit-dollarscheinen.jpg
© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Japans staatlicher Pensionsfonds GPIF geht mit aktiven Fondsmanagern, die zuwenig Risiko nehmen und zu geringe Renditen generieren, hart ins Gericht. Asset Manager seien zu sehr darauf bedacht, ihr eigenes Volumen zu steigern anstatt für ihre Kunden Renditen zu erwirtschaften. Daher stellt der Pensionsfonds, der zu den größten der Welt zählt, ab April kurzerhand seine Gebührenordnung um. Fortan sollen externe Verwalter nach ihrer Leistung bezahlt werden, berichtet die Wirtschaftszeitung "Financial Times".

Investmentmanager erhalten demnach nur noch eine höhere Vergütung, wenn sie ihr jeweiliges Vergleichsbarometer übertreffen. "Ohne Mehrrenditen müssen die Gebühren denen von passiven Anbietern mit vergleichbarem verwalteten Vermögen entsprechen", erläutern die Japaner. Die neuen Regeln gelten sowohl für bestehende wie auch für neue Asset Manager. Der Pensionsfonds verwaltet rund 1,4 Billionen US-Dollar und engagiert auch externe Vermögensverwalter.

Risikoscheu und volumengeil
Die bisherige Bezahlung der Asset Manager, die sich pauschal nach der Höhe des verwalteten Vermögens richtete, habe sich nicht bewährt. "Unsere externen Asset Manager fokussierten sich darauf, mehr Volumen von uns zu bekommen. Sie vermieden es im Gegenzug aber, angemessene Risiken einzugehen um die angestrebten Renditen zu erzielen", heißt es vom GPIF. Die neue Gebührensatzung solle dazu führen, dass die Interessen der Vermögensverwalter mit denen des Pensionsfonds besser im Einklang stehen.

Derzeit steigt der Druck auf aktive Manager, für ihre Kosten auch eine angemessene Leistung zu liefern. Vermehrt kam der Vorwurf auf, dass Anbieter hohe Gebühren für aktives Management verlangen, sich tatsächlich aber nur am Vergleichsbarometer entlanghangeln. Solche "Indexschmuser" geraten durch die Konkurrenz von günstigen Indexfonds immer mehr in Bedrängnis. Einige Anbieter wollen diese Kritik entkräften, indem sie ihre Gebühren umstellen. So testen Fidelity oder Allianz Global Investors Modelle, bei denen die Fondskosten sich nach den erzielten Mehrrenditen richten. (ert/aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren