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Pensions- und Vorsorgekassen im Aufwind

Österreichs Pensions- und Vorsorgekassen haben im vergangenen Quartal ihr verwaltetes Vermögen gesteigert. Dafür verantwortlich waren einerseits Zuflüsse, andererseits eine positive Performance. Für neuen Rückenwind könnten der Gesetzgeber respektive der Generalpensionskassenvertrag sorgen.

Mariana Kühnel, FMA: "Wir begrüßen die von der Bundesregierung geplante Attraktivierung der betrieblichen Altersvorsorge."
Mariana Kühnel, FMA: "Wir begrüßen die von der Bundesregierung geplante Attraktivierung der betrieblichen Altersvorsorge."© FMA

Die österreichischen Pensionskassen und Betrieblichen Vorsorgekassen haben im 3. Quartal 2025 ihr verwaltetes Vermögen ausgebaut. Dies geht aus den kurz vor Jahresultimo veröffentlichten Berichten der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervor.

Im dritten Quartal stieg das Vermögen der Pensionskassen im Vergleich zum Vorquartal um 3,5 Prozent und stand Ende September bei 29,6 Milliarden Euro. Die Anzahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten war mit rund 1,12 Millionen Personen kaum verändert. Die Zahl derjenigen, die eine Pensionsleistung beziehen, stieg leicht auf 157.417 oder 14 Prozent der gesamten Berechtigten an.

Bei den Vorsorgekassen wuchs das Vermögen um 4,2 Prozent gegenüber Ende Juni, auf einen neuen Rekordstand von 22,9 Milliarden Euro Ende September 2025. Die Anzahl der Anwartschaften (inklusive Mehrfachanwartschaften bei verschiedenen Betrieblichen Vorsorgekassen (BVK) aufgrund von Arbeitgeberwechseln) stieg leicht auf 11,37 Millionen.

Auch bei der Performance stimmt nach einem holprigen ersten Halbjahr die Entwicklung: Die Pensionskassen erzielten im Branchendurchschnitt im dritten Quartal ein Plus von 3,32 Prozent und kamen damit per Ende des Berichtzeitraumes per Ende September auf ein Plus von 2,42 Prozent.

Die an den Finanzmärkten defensiver agierenden Vorsorgekassen erzielten im dritten Quartal ein Plus von plus 1,85 Prozent und konnten per Ende des dritten Quartals mit plus 2,2 Prozent eine Rendite vorweisen, die fast an jene der Pensionskassen heranreicht. Siehe die Tabelle unten.

Aufsicht begrüßt geplanten Generalpensionskassenvertrag
In ihrer Aussendung betont die FMA, das sie auf die von der Bundesregierung im kommenden Jahr geplanten Schritte zur „Attraktivierung“ der betrieblichen Altersvorsorge vorbereitet sei.

Zur Erinnerung: Derzeit haben rund 24 Prozent der unselbständig Erwerbstätigen in Österreich Anspruch auf eine Leistung aus einer Pensionskasse. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren kaum angewachsen. In die Betrieblichen Vorsorgekassen zahlen hingegen alle Beschäftigten im Rahmen der „Abfertigung Neu“ ein. Die Bundesregierung hat nun beschlossen, den Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge zu verbreitern, indem die Möglichkeit geschaffen wird, Guthaben aus der Abfertigung Neu in eine Pensionskasse zu übertragen – ein sogenannter Generalpensionskassenvertrag. Zusätzliche Reformschritte für Pensions- und Vorsorgekasse sind geplant.

„Wir begrüßen die von der Bundesregierung geplante Attraktivierung der betrieblichen Altersvorsorge“, erklärt FMA-Vorständin Mariana Kühnel. „In diesem Bereich schlummert großes Potenzial – für die Altersvorsorge und den gesamten österreichischen Kapitalmarkt und für alle Beschäftigten, die für die Pension zusätzlich vorsorgen wollen.“

Die FMA hat Kühnel zufolge im Jahr 2025 die Aufsicht für die betriebliche Altersvorsorge zusammengelegt und arbeitet an weiteren Schritten, um die Reform der zweiten Säule des Pensionssystems zu unterstützen. (aa)

Die wichtigsten Eckpunkte im Vergleich

Q3 2025

Q2 2025

Pensionskassen

Verwaltetes Vermögen

€29,6 Mrd.

€28,6 Mrd.

+3,5%

Anwartschafts- und Leistungsberechtigte

1,122 Mio.

1,120 Mio.

+0,2%

Veranlagungsperformance

+3,32%

-0,12%

9M: +2,42%

Vorsorgekassen

Verwaltetes Vermögen

€22,9 Mrd.

€22,0 Mrd.

+4,2%

Anwartschaften (Mehrfachzählung)

11,37 Mio.

11,29 Mio.

+0,7%

Veranlagungsperformance

+1,85%

+0,73%

9M: +2,20%

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