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Peking wirbt bei Zentralbanken für Goldlagerung in China

China will Insidern zufolge zur Verwahrstätte ausländischer Goldreserven werden und damit seine Rolle im Edelmetall-Weltmarkt ausbauen.

© marcelmaaktfotoos.nl / stock.adobe.com

Die Notenbank in Peking wolle mit Hilfe der Shanghai Gold Exchange Zentralbanken befreundeter Staaten dafür gewinnen, gekauftes Gold innerhalb der Landesgrenzen Chinas zu lagern, erfuhr Bloomberg von darüber informierten Personen. Die Bemühungen liefen seit einigen Monaten, hieß es. Mindestens ein Staat in Südostasien habe bereits Interesse gezeigt, wie die Nachrichtenagentur anmerkt.

Nächster strategischer Schritt Chinas
Für Peking wäre dies ein strategischer Schritt, um seine Position im globalen Finanzsystem zu stärken - und um die Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Dollar sowie von westlichen Finanzzentren wie den USA, Großbritannien oder der Schweiz zu mindern.

Gold glänzt derzeit besonders hell
Viele Länder stocken derzeit ihre Goldreserven auf, um sich gegen geopolitische Risiken zu wappnen. Genau hier will die chinesische Zentralbank einhaken und sich als sicherer Verwahrer eines Vermögenswerts anbieten, der in Krisenzeiten als unersetzlicher Puffer gilt.

Zentralbanken zählen zu den wichtigsten Treibern des Goldbooms, der den Preis des Edelmetalls auf immer neue Rekordhöhen getrieben hat. China selbst hat seine Goldbestände zehn Monate in Folge aufgestockt.

Die geplanten Reserven sollen dem Vernehmen nach in Tresoren gelagert werden, die an das internationale Segment der Shanghai Gold Exchange angeschlossen sind. Diese Plattform wurde von der Zentralbank 2014 eingerichtet, um ausländischen Investoren den Handel mit chinesischen Partnern zu ermöglichen. Das Gold, das dort eingelagert würde, bestünde aus Neuankäufen und würde somit die offiziellen Reserven der beteiligten Länder erhöhen, so die Insider.

Gold hat gerade ein neues Allzeithoch erreicht, ungeachtet vorsichtiger Kommentare von Vertretern der US-Notenbank zum geldpolitischen Ausblick. Silber erreichte seinerseits mit mehr als 44 US-Dollar die höchste Notierung seit Ende April 2011. (aa)

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