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NordLB schluckt Tochterunternehmen, will Kosten senken

Die NordLB fusioniert mit ihrer Tochterfirma Deutscher Hypo. Der Abbau von Doppelgleisigkeiten soll helfen, die Kosten zu reduzieren. Die Marke Deutsche Hypo soll aber bestehen bleiben.

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© NordLB

Die NordLB wird die Deutsche Hypo, ihre bislang rechtlich selbstständige Tochter zur Finanzierung von Immobilien, vollständig ins Mutterhaus integrieren. Das hat die Trägerversammlung beschlossen. Der Schritt ist Teil des Umbaus der Landesbank nach ihrer milliardenschweren Rettung vor einem Jahr, berichtet Bloomberg News.

Die Verschmelzung soll voraussichtlich zum 1. Juli erfolgen, wie die NordLB mitteilte. “Durch die Vollintegration in die NordLB ergeben sich deutliche Vorteile auf der Kostenseite, insbesondere durch die Zusammenführung der jeweiligen Stabs- und Zentralbereiche”, sagte Reinhold Hilbers, niedersächsischer Finanzminister und Vorsitzender des NordLB-Aufsichtsrats sowie der Trägerversammlung.

Die Finanzierung von Gewerbeimmobilien soll eine zentrale Säule des Geschäftsmodells bleiben. Die Marke Deutsche Hypo wird weitergeführt.

NordLB-Chef Thomas Bürkle, der von 2012 bis 2013 selbst Chef der Deutschen Hypo war, hatte bereits im Sommer in einem Interview mit Bloomberg angedeutet, dass er sich eine engere Einbindung der Tochter in das Mutterhaus vorstellen kann. „Das ist eine gut geführte Bank mit einem festen Platz im Konzern“, sagte er damals.

Kostenquote unter 50 Prozent
Im vergangenen Jahr war die NordLB wegen hoher Schiffskredit-Risiken mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gestützt worden, nachdem die Europäische Kommission grünes Licht für die Kapitalzufuhr gegeben hatte. Im Gegenzug versprach die Bank, kleiner und regionaler zu werden. Zu den Zielen für 2024 zählen eine Eigenkapitalrendite von sieben Prozent und eine Kosten-Ertragsquote von unter 50 Prozent.

Die im Jahr 1872 gegründete Deutsche Hypo ist in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Benelux, Spanien und Polen aktiv. Sie hat ihren Hauptsitz in Hannover. Mit rund 400 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 19,4 Milliarden Euro zum 30. Juni zählt sie zu den großen deutschen Immobilienfinanzierern.

Die NordLB ist nicht die einzige deutsche Großbank, die eine Tochter eingliedern will. So plant etwa die DZ Bank, ihre verlustbringende DVB Bank auf das Mutterhaus zu verschmelzen. In diesem Fall sind die Beweggründe allerdings anders. Hier geht es um eine Begrenzung der Verluste und eine de-facto Abwicklung des Tochterunternehmens. (aa)

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