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Niedrigzinsen sorgen für steigende Gehälter bei Asset Managern

Wer sich bei Asset Managern in Deutschland auf Investments in alternative Anlagen konzentriert, zählt dank steigender Vergütungen zu den Gewinnern der anhaltenden Niedrigzinsphase, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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Die derzeitigen Vergütungen inklusive Boni für Mitarbeiter deutscher Fondsgesellschaften im Segment alternative Anlagen – einfach weiterklicken!
© fotogestoeber / stock.adobe.com

"Die niedrigen Zinsen zwingen institutionelle Anleger, immer stärker in alternative Anlagen zu investieren, um die Erträge zu erhöhen. Die Asset-Management-Industrie hat darauf reagiert und vielfach eigene Sparten aufgebaut. Das wiederum treibt die Nachfrage nach hochqualifizierten Professionals", sagt Thore Behrens, Vice President des Frankfurter Personalberaters Banking Consult. Die Studie, die Bloomberg News exklusiv vorliegt, basiert auf konkreten Gehältern in Deutschland, die aus der Arbeit des Personalberaters stammen, sowie auf Gesprächen mit Kunden und Kandidaten.

"Kampf um Spitzenkräfte wird weiter zunehmen und sich extrem verschärfen"
Beispiele für alternative Anlagen seien Infrastrukturprojekte und -fonds, etwa in den Bereichen Transport, Verkehr, Wasser, Gesundheit oder erneuerbare Energien. Hinzu kämen Private Equity und Immobilien. "Junge Experten wechseln aus Private Equity oder Corporate Finance in die Asset-Management-Industrie", sagt Behrens. "Der Kampf um die Spitzenkräfte wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen und sich extrem verschärfen, was die Gehälter in die Höhe treiben wird." Teilweise seien Bonuszahlungen schon jetzt prozentual an die Rendite der alternativen Anlage gekoppelt.

Laut Susanne Eickermann-Riepe, Partnerin bei der Beratungsgesellschaft PwC, sind besonders Immobilien und Infrastrukturanlagen bei vielen Investoren in den Fokus gerückt: "Das liegt aber nicht nur am Niedrigzinsumfeld, sondern auch am hohen Spread – es gibt einfach nicht so viele andere attraktive Anlagemöglichkeiten. Aus diesem Grund dürfte sich der Markt in den kommenden Jahren auch dann dynamisch entwickeln, wenn die Zinsen wieder moderat steigen."

Alternative Investments sind nicht nur etwas für Großanleger
Behrens verweist darauf, dass alternative Investments inzwischen keine reine Domäne der institutionellen Investoren mehr sind: "Sie finden zunehmend auch Interesse bei Privatinvestoren und Kleinanleger." Das zeigt sich auch beim digitalen Retail-Vermögensverwalter Liqid aus Berlin, dessen Kunden bereits in Private Equity investiert haben. Weitere Optionen werden geprüft. "Investments in Infrastruktur und Immobilien sind zwei der Bereiche, die wir uns ansehen. Möglicherweise werden wir noch dieses Jahr neue Asset-Klassen anbieten", sagte CEO Christian Schneider-Sickert.

Die Erhebung von Banking Consult hat die derzeitigen Vergütungen inklusive Boni für Mitarbeiter, die Deals rund um alternative Anlagen bei Asset Managern in Deutschland strukturieren, analysiert – die detaillierten Ergebnisse finden Sie in unserer Grafikstrecke oben. (mb/Bloomberg)

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