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Niedrigzinsen: Ein Drittel der Pensionskassen könnte scheitern

Die Finanzaufsicht BaFin macht sich um die finanzielle Potenz vieler betrieblicher Pensionskassen Sorgen. Bereits ein Drittel steht unter intensivierter Aufsicht. Einige Pensionskassen spielen bereits den „Run-off“ durch. Im Extremfall müssten die Renten gekürzt werden, es droht Altersarmut.

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© BERLINSTOCK / stock.adobe.com

Das Niedrigzinsniveau hilft zwar den klammen Staaten beim Auftürmen neuer Schuldenberge, zerstört aber den Umweg einer ausgezehrten betrieblichen Altersversorgung den Lebensstandard sowie den Lebensabend der arbeitenden Mittelschicht Deutschlands. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass bereits rund ein Drittel der 137 deutschen betrieblichen Pensionskassen aufgrund zu niedriger Zinsen am Rentenmarkt unter der „intensivierten Aufsicht“ der BaFin stehen. Die Aufsicht warnte bereits vor zwei Jahren vor möglichen Schieflagen vieler Pensionskassen „Die Lage ist heute noch ernster als vor zwei Jahren. Und wenn die Zinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben, wird sie sich noch weiter verschärfen“, erklärte der für die Versicherungsaufsicht zuständige Bafin-Direktor Frank Grund auf der jüngsten Jahrespressekonferenz der BaFin, von der die „FAZ“ berichtet.

Bei einem Teil der Kassen brenne der Hut besonders lichterloh, diese Adressen repräsentieren immerhin zehn Prozent der Deckungsrückstellungen. „Da machen wir uns schon erhebliche Sorgen“, zitiert die „FAZ“ Grund. Nicht grundlos benötigten 2017 drei Pensionskassen einen Nachschuss, um Kapitalanforderungen weiterhin erfüllen zu können.

Dem deutschen Michel droht zum Teil die Altersarmut
Laut Grund nehme die Aufsicht auf die Aktionäre und Träger der Pensionskassen Einfluss, damit diese Gelder nachschießen bzw. erinnere Arbeitgeber an allfällig bestehende Haftungen gegenüber ihren (ehemaligen) Mitarbeitern. Leider könne man als Aufsicht viele Organisationen nicht zum Nachschuss zwingen. Laut Grund hätten 93 Prozent der Bezugsberechtigten valide Zusagen ihrer Arbeitgeber, aber immerhin sieben Prozent müssten erwarten, dass ihre Arbeitgeber ihrer Pensionskasse keinen Nachschuss gewähren.

Im Extremfall müssten Pensionskassen ihren Pensionären die Leistungen kürzen. Dann würde der ehemalige Arbeitgeber in die Haftung genommen. Problematisch wird es für Rentner vor allem dann, falls ehemalige Arbeitgeber nicht liquide genug sind oder überhaupt nicht mehr existieren.

Pensionskassen wollen in den „Run-off“
Wie das Medium „Versicherungswirtschaft Heute“ darüber hinaus schreibt, würden Grund zu Folge mehrere Pensionskassen über eine Auslagerung ihrer Verpflichtungen auf eine Run-off-Plattform nachdenken. Zwei davon hätten der BaFin bereits entsprechende Anzeigen vorgelegt. (aa)

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