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Neues Ranking: Das sind die wichtigsten Finanzplätze der Welt

Asiens Finanzplätze holen auf, während etablierte europäische Standorte unter Druck geraten. Der aktuelle "Global Financial Centres Index" zeigt, welche Metropolen international überzeugen – und wie Deutschland und Österreich mit ihren wichtigsten Städten abschneiden.

Die Gewichte in der internationalen Finanzwelt verschieben sich weiter. Im aktuellen "Global Financial Centres Index 40" (GFCI 40) gewinnen vor allem Standorte aus dem asiatisch-pazifischen Raum an Boden. Gleich sechs von ihnen schaffen es unter die zehn führenden Finanzzentren der Welt. Welche Metropolen das Ranking anführen, zeigt unsere Bilderstrecke.

Insgesamt bewertet die von der Londoner Denkfabrik Z/Yen Group und dem China Development Institute erstellte Rangliste 117 Finanzplätze. Untersucht wurden ursprünglich 139 Standorte. Grundlage sind 144 quantitative Faktoren sowie 39.531 Bewertungen von 6.147 Fachleuten aus der Finanzbranche. Der Index erscheint halbjährlich.

Wettbewerbsfähigkeit nimmt vielerorts zu
Die durchschnittliche Bewertung der Finanzplätze erhöhte sich gegenüber der vorherigen Ausgabe um 0,8 Prozent. Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Region Asien-Pazifik mit durchschnittlich 1,48 Prozent. In Osteuropa und Zentralasien gingen die Bewertungen dagegen im Mittel um 1,09 Prozent zurück.

"Die anhaltende Stärke des asiatischen Finanzsektors sowie seiner Technologie- und KI-Basis fordert die traditionellen Zentren heraus", erklärt Z/Yen-Chairman Michael Mainelli. Geopolitische Entwicklungen und der rasche Einsatz künstlicher Intelligenz könnten die Attraktivität einzelner Finanzplätze zusätzlich verändern.

Auch bei den politischen Prioritäten zeichnet der Index ein klares Bild. Die befragten Finanzprofis nennen Investitionen in digitale Infrastruktur, Datenverbindungen und Cybersicherheit als wichtigste Aufgaben der kommenden fünf Jahre. Danach folgen die Ansiedlung von Fintech- und Digital-Asset-Unternehmen, eine stärkere Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzkriminalität sowie die Vertiefung der Kapitalmärkte.

Frankfurt verliert, München legt kräftig zu
Die deutschen Standorte entwickeln sich sehr unterschiedlich. Frankfurt fällt um 14 Positionen von Rang 15 auf Platz 29. Der Punktwert sinkt allerdings lediglich um vier Zähler auf 730 – ein Hinweis darauf, wie eng das Feld beieinanderliegt. Berlin gibt vier Plätze ab und landet auf Rang 45, obwohl sich seine Bewertung um sechs Punkte verbessert. München gehört mit einem Sprung um 15 Positionen auf Platz 58 zu den größten Aufsteigern. Hamburg verliert acht Ränge und belegt Platz 84. Stuttgart erhält weiterhin nicht genügend Bewertungen für die Aufnahme in das Hauptranking.

Auch Wien fällt zurück: Österreichs wichtigster Finanzplatz rutscht trotz eines um zwei Punkte verbesserten Ergebnisses um vier Positionen auf Rang 81. Das zeigt ebenfalls, dass ein höherer Punktwert nicht zwangsläufig zu einer besseren Platzierung führt, wenn andere Standorte stärker zulegen.

Welche Finanzmetropolen weltweit die ersten zehn Plätze belegen, erfahren Sie in der Bilderstrecke. (mb)

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