Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Institutioneller will Volatilitätsprämien vereinnahmen!

Ad

Ein Großanleger tätigt über das Mandate-Tool eine Ausschreibung betreffend Vereinnahmung der Volatilitätsrisikoprämie. Mehr Informationen zum Mandat erhalten nur registrierte User. Mehr erfahren >>

Anzeige
| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Neuberger Berman implementiert neue Klimastrategie und Risikoanalyse

Der unabhängige US-amerikanische Asset Manager hat eine neue, unternehmenseigene Analyseabteilung für Klimarisiken geschaffen. Damit sollen die Portfoliomanager für Aktien und Unternehmensanleihen vom Klimawandel ausgehende Risiken besser einschätzen und wenn möglich vermeiden.

Jonathan Bailey, Head of ESG Investing bei Neuberger Berman
Jonathan Bailey, Head of ESG Investing bei Neuberger Berman
© Neuberger Berman

Immer mehr Vermögensverwalter berücksichtigen beim Asset Management den Klimawandel bzw. die daraus resultierenden Risiken. Dazu zählt seit kurzem auch die Gesellschaft Neuberger Berman, die eine neue, unternehmenseigene Analyseabteilung für Klimarisiken geschaffen hat. Ziel der Initiative des unabhängigen US-amerikanischen Vermögensverwalters sei es, für alle börsennotierten Aktien und Unternehmensanleihen in seinen US-Publikums- und UCITS-Fonds die Klimawandel-Risikoanalyse zu etablieren. In einem nächsten Schritt werden dann auch die Positionen anderer Kundenportfolios auf enthaltene Klimarisiken geprüft.

TCFD umgesetzt
Mit der Einrichtung seiner neuen Analyseabteilung setzt Neuberger Berman die wichtigste Empfehlung der Financial Stability Board’s Task Force on Climate-related Financial Disclosure (TCFD) nunmehr vollständig um. Die TCFD ist eine Initiative des globalen Finanzstabilitätsrats (FSB), der mehr Transparenz in der Klimaberichtserstattung von Unternehmen fordert. Diese sind aufgefordert, die Chancen und Risiken, die sich aus dem Klimawandel ergeben, zu analysieren und zu bewerten.

Mithilfe von Szenarien, die in Einklang mit der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens entwickelt wurden, haben die Portfoliomanager von Neuberger Berman geprüft, welche Wertpapiere voraussichtlich einen finanziellen Nutzen haben oder unter Klimaveränderungen, neuen Regulierungen und dem technologischen Fortschritt leiden werden. Verantwortlich für den Umgang mit Portfolio-Klimarisiken ist bei Neuberger Berman der Vorstand. Dieser setzt auch Veränderungen in den unternehmenseigenen Betriebsabläufen durch, die das Klima schonen sollen.

Risiko-Modellierung
Die Analyse soll Neuberger Berman helfen, Klimarisiken in Portfolios systematisch zu modellieren. Mit der systematischen Analyse der möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Portfolios steht Neuberger Berman nun ein weiteres Instrument zur Verfügung, um langfristige Werte für seine Kunden zu schaffen.

Das Unternehmen nutzt dazu eine Reihe von Szenarien, unter anderem eines, in dem die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius und eines, in dem sie auf 1,5 Grad begrenzt wird. Die Ergebnisse ermöglichen es den Analysten von Neuberger Berman, sich gezielter auf die Auseinandersetzung mit denjenigen Unternehmen und Management-Teams zu konzentrieren, die in Bezug auf den Klimawandel besonders gefährdet erscheinen. Dadurch erfahren die Portfoliomanager mehr über die Unternehmen und können deren Klimarisiken noch besser verstehen.

Positionierungen besser einschätzbar
„Da die Weltwirtschaft CO2-ärmer werden will, ist es für uns wichtig zu wissen, wie wir unsere Portfolios am besten an den Zielen unserer Kunden ausrichten können. Kein Szenario ist perfekt. Weil unsere Fondsmanager jetzt aber in der Lage sind, Klimarisiken und -chancen in ihren Portfolios systematisch zu modellieren, können sie die Positionierung ihrer Portfolios besser als je zuvor einschätzen“, erklärt Jonathan Bailey, Head of ESG Investing bei Neuberger Berman, um anzufügen: „Die Portfoliomanager können selbst entscheiden, wie sie die Klimaanalyse als Instrument des aktiven Fondsmanagements am besten nutzen. Sie können beispielsweise auf ein Unternehmen einwirken oder ein Wertpapier verkaufen, wenn es keine Aussicht auf ein attraktives Risiko-Ertrags-Profil mehr bietet.“

Für George Walker, Chairman und CEO von Neuberger Berman, sei der Klimawandel eine Tatsache und habe Einfluss auf die Risiken und Erträge in allen Sektoren und Anlageklassen: „Als Asset Manager mit einer langfristigen Ausrichtung meinen wir, dass unsere Kunden die möglichen Folgen des Klimawandel für die Unternehmen in unseren Portfolios kennen sollten. Wir werden uns weiter bei Geschäftsleitungen und Kunden für dieses wichtige Thema engagieren.“

In Übereinstimmung mit den Best-in-Class-Empfehlungen des TCFD und im Rahmen seiner umfassenderen Aufsicht über Unternehmensrisiken hat der Vorstand von Neuberger Berman die Gesamtverantwortung für das Management von Klimarisiken für das Unternehmen übernommen. Die Leiter Investment (CIOs), Risiko (CRO) und Operations (COO) werden die Klimastrategie von Neuberger Berman im Rahmen ihrer Geschäftsführungsaufgaben zusammen mit dem ESG-Investmentteam und den Portfoliomanagern kontrollieren. Die Klimastrategie des Unternehmens definiert weitere Einzelheiten dieses Ansatzes.

Signateur zahlreicher ESG-Papiere
Neuberger Berman hat die von den Vereinten Nationen unterstützten Principles for Responsible Investment (PRI) sowie das Global Investor Statement to Governments on Climate Change unterzeichnet und ist einer der führenden Investoren der Climate Action 100+. (aa)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren