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Nachgefragt (7): So gehen Asset Manager mit der Corona-Krise um

Wie Investmentgesellschaften ihre Vertriebsbetreuung und ihr Marketing an die Corona-Krise anpassen und mit welchen innovativen Konzepten es ihnen gelingt, Investoren in diesem herausfordernden Umfeld bestmöglich zu unterstützen, hat INSTITUTIONAL Money in Erfahrung gebracht.

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S W I S S   L I F E   A S S E T   M A N A G E R

Sehen Sie infolge der Corona-Krise einen erhöhten Informationsbedarf von Seiten Ihrer institutionellen Kunden, falls ja, wie lauten die häufigsten Anfragen?

Generell kann man sagen, dass natürlich Investoren in einer Krisensituation einen erhöhten Informationsbedarf haben, der völlig gerechtfertigt ist. Alle Investoren müssen das Portfolio analysieren und schauen wo eventuelle Risiken vorhanden sind. Die jeweiligen Asset Manager müssen über ihre Mandate berichten und auch die Risiken aufzeigen und bewerten, ein ganz normaler Vorgang in einer schwierigen Zeit.
 
Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt, falls ja, welche sind das?

Swiss Life Asset Manager ist ein Vermögensverwalter, der die ihm anvertrauten Vermögen sehr risikobewusst investiert, wir verwalten ja auch die Vermögen unserer Versicherten in unseren Kernländern. Unter anderem sind wir einer der größten Verwalter im Bereich Real Estate, so dass dort sicher ein Schwerpunkt zu sehen ist. Neben Real Estate haben wir in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir, neben den klassischen liquiden Anlageklassen, auch im Bereich Infrastruktur starke Expertise haben. Folglich können wir in vielen Anlageklassen wettbewerbsfähige Produkte anbieten. Anführen möchte ich aber auch kurz unser Geschäft mit Unternehmenskunden. Hier unterstützen wir Unternehmen im Umgang mit ihren Pensionsverpflichtungen. Das Investment & Pension Solution Business wird in der nächsten Jahren sicherlich auch einen hohen Stellenwert bei Swiss Life Asset Managers einnehmen.
 
Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert, falls ja, in welcher Form?
Durch die Krise wurden viele maßgebliche Konferenzen, Messen und andere Events zu Recht verschoben oder gar für 2020 ganz abgesagt. Bis wir wieder in persönlichen Kontakt mit unseren Interessenten und Kunden treten können werden wir versuchen unsere Zielgruppen über andere auch virtuelle Medien zu erreichen, um ihnen alle relevanten Produktinformationen zur Verfügung zu stellen und für sie da zu sein. In dieser Zeit müssen wir flexibel sein und das sind wir.

Welche Produkte bzw. Strategien empfehlen Sie für das aktuelle Marktumfeld?
Jedes Portfolio ist anders aufgestellt und ausgerichtet, jeder Investor hat andere Anforderungen. Sicherlich ist es aber nicht falsch im aktuellen Marktumfeld Ruhe zu bewahren und sich Strategien anzuschauen, die bei Abwärtsbewegungen stabiler sind als Strategien, die ausschließlich auf Performance getrimmt sind.
 
Wie kommen Sie im Marketing bzw. der Kundenbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Das klappt sehr gut und ist auch unserer sehr guten IT-Infrastruktur zu verdanken und den verschiedenen nutzbaren Medien, die einem nicht das Gefühl geben, allein auf der Welt zu sein.

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare etc.) weiter ausbauen?
Glücklicherweise war schon vor der Krise unsere Affinität zu Online-Medien stärker ausgeprägt, so dass wir das jetzt nutzen können, um unsere Kunden zu erreichen. Wir werden diesen Bereich weiter ausbauen und haben damit auch bereits begonnen. Die Resonanz auf der Investorenseite ist sehr positiv, was uns in unserer Strategie bestärkt.
© Swiss Life AM

Beim morgendlichen Kaffee die Agenden des Tages mit Kollegen durchgehen und anschließend rasch weiter zum ersten Außer-Haus-Termin. Danach steht ein Meeting im Restaurant auf dem Plan, und am Nachmittag folgt noch ein wichtiges Strategiegespräch mit dem Chef: Was bis Mitte März 2020 selbstverständlich war, ist mittlerweile nur noch eine Erinnerung. Praktisch alle Seminare, Konferenzen und sonstigen Vertriebsevents sind abgesagt, unzählige Angestellte arbeiten vom Homeoffice aus, und Kundentermine finden – wenn überhaupt – nur noch online statt. Die Corona-Pandemie stellt die traditionelle Investorenbetreuung auf die Probe.

INSTITUTIONAL Money hat dutzende Anbieter gefragt, wie sie ihre Vertriebs- und Marketingaktivitäten an die neue Situation angepasst haben. In einer mehrteiligen Reihe stellt die Redaktion die Konzepte der Investmentgesellschaften en détail vor. Den letzten Teil der Serie finden Sie in der Klickstrecke oben! (cf)

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