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Milliarden-Deal: US-Fondsriese übernimmt Mitbewerber

Der US-Anbieter T. Rowe Price ist auf Expansionskurs und schluckt die auf alternative Investments spezialisierte Gesellschaft Oak Hill. Der Kaufpreis in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar erscheint angesichts des verwalteten Vermögens von Oak Hill als fürstlich.

Glenn August, Gründer und Vorstandschef von Oak Hill
Glenn August, Gründer und Vorstandschef von Oak Hill
© Oak Hill

Der amerikanische Asset-Management-Riese T. Rowe Price kauft den auf alternative Investments spezialisierten Anbieter Oak Hill Advisors aus New York für 4,2 Milliarden Dollar (3,6 Mrd. Euro). Gut drei Viertel des Kaufpreises sollen in bar, der Rest in T.-Rowe-Price-Aktien fließen. Zudem sollen von dem Gesamtbetrag 900 Millionen Dollar (514 Mio. Euro) erst überwiesen werden, wenn bis zum Jahr 2025 bestimmte Geschäftskennzahlen erreicht worden sind. T. Rowe Price mit Sitz in Baltimore verwaltet ein Vermögen in Höhe von 1,6 Billionen Dollar (1,4 Bio. Euro).

Der Deal reiht sich in eine Serie von Übernahmen ein. Asset Manager versuchen mit Blick auf den Preisverfall durch die passive Konkurrenz und den wachsenden Kostendruck, das verwaltete Vermögen zu steigern, um aus dem Geschäft Skaleneffekte zu schöpfen. Zudem erweitern die Fondsanbieter ihre Expertise im Bereich der alternativen Investments, da hier noch vergleichsweise hohe Margen zu erzielen sind.

Stattlicher Aufschlag
Die Asset Manager sind daher auch bereit, für Spezialanbieter saftige Aufschläge auf den Unternehmenswert zu zahlen. So erscheint der Kaufpreis für Oak Hill als durchaus hoch. Denn die auf Kredite spezialisierte Gesellschaft verwaltet gerade einmal 53 Milliarden Dollar (45 Mrd. Euro). Zum Vergleich: Goldman Sachs zahlte für den niederländischen Anbieter NN Investment Partners 1,6 Milliarden Euro, der rund 300 Milliarden Euro verwaltet. Morgan Stanley wiederum legte sieben Milliarden Dollar (sechs Mrd. Euro) für das Haus Eaton Vance auf den Tisch, das 500 Milliarden Dollar (430 Mrd. Euro) verwaltet.

T. Rowe Price betont, dass der Zukauf eine Ausnahme darstelle. Der 1937 gegründete Anbieter will eigentlich organisch wachsen. "Oak Hill erfüllt die hohen Anforderungen, die wir an anorganische Übernahmen stellen", sagt Bill Stromberg, Vorstandschef von T. Rowe Price. "Oak Hills Erfahrung mit privaten Krediten wird uns helfen, die Nachfrage unserer Kunden nach alternativen Krediten zu befriedigen".

Eigenständige Einheit
Das New Yorker Haus soll als eigenständige Einheit von T. Rowe Price agieren und die Hoheit über seinen Investmentprozess behalten. Auch die Führungsmannschaft, die zu den Eignern der Boutique zählt, soll an Bord bleiben. "Der Zusammenschluss mit T. Rowe Price wird uns besser in die Lage versetzen, die sich entwickelnden Investitionsbedürfnisse unserer Kunden sowie die Finanzierungsbedürfnisse von Unternehmen und Finanzmarktteilnehmern zu erfüllen", begründet Glenn August, Gründer und Vorstandschef von Oak Hill, den Deal. (ert)

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