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Mercedes legt wegen drohender Gasrationierung Teilevorräte an

Während andere Automobilhersteller mit der Verlagerung der Produktion weg aus Deutschland respektive Mitteleuropa liebäugeln, sorgt Mercedes Benz vor und legt Vorräte an, um im Falle einer Gasrationierung oder gar -abschaltung nicht ohne wichtige Komponenten dazustehen.

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© Daimler

Mercedes-Benz bereitet sich auf das Szenario vor, dass in Deutschland drastische Gasrationierungen eingeführt werden. Um in diesem Fall die Produktion mehrere Wochen aufrechterhalten zu können, lagert der Konzern Teile ein, für deren Herstellung Gas benötigt wird. Über diese Entwicklung berichtet Bloomberg News.

Vorratsaufbau
In Mercedes’ Gießereien in Untertürkheim werden Zusatzmengen an Komponenten hergestellt, die in Achsen und Getrieben verwendet werden, um die Lagerbestände in den Werken in den USA und China aufzustocken. So könne die Autoproduktionen in Alabama und Peking auch dann weiterlaufen, wenn die Erdgasversorgung in Deutschland ausfällt, wie Mercedes-Benz-Produktionschef Jörg Burzer erklärte.

“Man weiß nicht genau, was auf einen zukommt, es hängt von den Temperaturen im Winter ab”, sagte Burzer Bloomberg in einem Interview. “Wir haben unsere Lagerhaltung in Richtung China und in Richtung USA aufgestockt.”

Mangelbewirtschaftung droht
Die deutschen Hersteller bereiten sich mit Hochdruck auf mögliche Gasrationierungen vor, da die Bundesregierung in einer Mangellage zuerst die Versorgung der Haushalte und kritische Industrien schützen wird. Seit Russland als Reaktion auf die vom Ukraine-Krieg ausgelösten Sanktionen die Gaslieferungen faktisch gestoppt hat, bemüht sich Europas industrielles Kernland verstärkt darum, die Gasspeicher zu füllen und vor dem Winter alternative Lieferquellen zu finden.

Etwas Hoffnung
Die Befürchtungen, dass es zu gravierenden Rationierungen kommen könnte, haben in den letzten Tagen abgenommen, nachdem die Gasspeicher in Deutschland diese Woche auf über 90 Prozent angewachsen sind.

Abgesehen vom Versorgungsrisiko sieht sich die Industrie jedoch mit einem Anstieg der Inputkosten konfrontiert, der durch die gravierenden Energiepreiserhöhungen verursacht wird. Die Erzeugerpreise stiegen angesichts dessen im August um beispiellose knapp 46 Prozent, was große Sorgen um die künftige Wettbewerbsfähigkeit auslöste.

Burzer sagte, Mercedes habe seinen Gasverbrauch bereits um zehn Prozent gesenkt und könne den Konsum im Bedarfsfall sogar halbieren. In einer kritischen Situation müsse das Unternehmen etwa zehn Prozent seines üblichen Gasbedarfs aufrechterhalten, um normal arbeiten zu können, so Burzer. 

“In einer Notsituation, in der das Gas knapp wird, können wir auf andere fossile Energieträger ausweichen. Das ist vorbereitet und einsatzbereit”, so Burzer. “Wir sind ziemlich sicher, dass wir nicht in eine Situation kommen werden, in der wir null Prozent unserer üblichen Gasversorgung haben.”

Die 25-köpfige Energiekrisen-Taskforce des Unternehmens hat auch daran gearbeitet, in Deutschland ansässige Zulieferer zu ermitteln, die in einem Szenario mit Gasrationierung gefährdet wären. Mit ihnen spricht sie über die Verlagerung der Produktion an Standorte außerhalb Deutschlands.

“Süd- und Südwesteuropa ist in Bezug auf das Gasversorgungsrisiko etwas anders gelagert. Wenn es für unsere Zulieferer Möglichkeiten gibt, die Produktion zu verlagern, sprechen wir mit ihnen”, so Burzer. “Es geht um alles, was Gas braucht: Kunststoffe, Glas, Gießereien.” (aa)

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