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Lloyd’s of London sagt "Liquid Lunch" und Papier den Kampf an

Die Versicherungsbörse Lloyd’s of London verbietet Alkohol am Arbeitsplatz und digitalisiert Geschäftsabläufe. Was andernorts selbstverständlich ist, ist für den Traditionsbetrieb eine echte Herausforderung.

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© Ilshat / stock.adobe.com

Mit dem Bierchen im Pub zum Lunch oder Alkohol gar als einzige Lunch-Form, alias "Liquid Lunch", ist es demnächst wohl vorbei: Die traditionsreiche Versicherungsbörse Lloyd's of London verbietet Händlern und Maklern den Konsum von Alkohol. Wer an - oder betrunken wirkt, dem droht der Entzug des Hausausweises. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) mit Verweis auf neue Verhaltensregeln des Unternehmens für seine Mitarbeiter.

Was andernorts selbstverständlich scheint, soll nun auch bei Lloyd’s gelten. Feucht-fröhliche Mittagessen mit Kollegen und Kunden in einem der vielen Pubs im Bankenviertel gehörten lange Zeit zum Berufsalltag, weiß die SZ zu berichten. Nun wolle das Management den verstaubten Betrieb in die Moderne führen. Zudem reagiert der Konzern auf hässliche Vorwürfe: Vergangenen Monat berichtete das Magazin Bloomberg Businessweek, dass sich Frauen bei der Policenbörse regelmäßig Belästigungen erwehren müssen. Der Alkoholbann soll dazu beitragen, Gefahr weiterer Übergriffe zu mindern.

Antiquierte Geschäftsabläufe
Geschäfte werden dem SZ-Bericht zufolge oft noch auf recht altmodische Art abgeschlossen: In den Sälen sitzen die soganennten Underwriter, die Vertreter der Versicherungen, an Schreibtischen. Versicherungsbroker gehen mit Kladdden voller Akten unter dem Arm von Tisch zu Tisch, um für Kunden Policen abzuschließen. Unmengen an Papier werden herumgetragen, ausgedruckt, kopiert.

Dabei führte Lloyd's bereits 2016 ein elektronisches Handelssystem ein. Allerdings weigern sich bislang einige Underwriter, auf papierlose Systeme umzusteigen. Wie es scheint, hat das Lloyd’s Management noch einiges zu tun. (fp/aa)

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