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Liechtensteinische Landesbank übernimmt Semper Constantia

Die Liechtensteinische Landesbank kauft für rund 185 Millionen Euro die Semper Constantia Privatbank. Semper-Constantia-Aufsichtsratschef Karl Sevelda soll in den Verwaltungsrat der LLB einziehen.

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Karl Sevelda, derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrates der Semper Constantia, soll künftig in den Verwaltungsrat der LLB einziehen.
© Bloomberg

Die Semper Constantia Privatbank wird inklusive aller Tochtergesellschaften an die Liechtensteinische Landesbank (LLB) verkauft. Die Liechtensteiner wollen dadurch ihr Vermögensverwaltungsgeschäft in Österreich signifikant ausbauen und Österreich als dritten starken Markt etablieren.

Die LLB-Gruppe wird ihr Kundenvermögen durch die Transaktion um rund 17 Milliarden Schweizer Franken erhöhen und künftig ein Geschäftsvolumen von über 75 Milliarden Schweizer Franken ausweisen können. Die derzeitigen Hauptaktionäre der Semper Constantia, darunter die beiden Industriellen Erhard F. Grossnigg und Hans Peter Haselsteiner, planen, sich mit rund sechs Prozent an der LLB zu beteiligen. Karl Sevelda, derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrates der Semper Constantia, soll künftig in den Verwaltungsrat der LLB einziehen.

Kaufpreis: 185 Millionen Euro
Die LBB legt für den Kauf 185 Millionen Euro auf den Tisch, bestehend aus Eigenkapital und Goodwill. Der Kaufpreis soll teilweise in bar und teilweise in LLB-Aktien abgegolten werden. Die LLB setzt dafür 1,85 Millionen eigene Aktien ein. Der definitive Kaufpreis wird bei Closing beziehungsweise nach Ablauf der "Earn out"-Periode festgelegt.

Die Transaktion gestaltet sich – vorbehaltlich der aufsichtsbehördlichen und kartellrechtlichen Genehmigungen – wie folgt: In einem ersten Schritt, voraussichtlich im Juli 2018, übernimmt die LLB die Semper Constantia. In einem zweiten Schritt im September 2018 ist geplant, die Semper Constantia mit der LLB Österreich zur Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG zu fusionieren. Gabriel Brenna wird Vorsitzender des Aufsichtsrates der fusionierten Bank und Bernhard Ramsauer der Vorstandschef. Zur Hauptversammlung im Frühjahr 2019 ist ein Wechsel von Ramsauer in den Aufsichtsrat der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG geplant.

Ziel: Fondsgeschäft geografisch erweitern
"Die LLB-Gruppe fühlt sich dem Vermögensverwaltungsmarkt in Österreich stark verpflichtet", so Roland Matt, Vorstandschef der Gruppe. "Durch ein Zusammengehen werden sowohl das Private Banking gestärkt als auch das institutionelle Geschäft ausgebaut. Damit können wir Synergien nutzen und Mehrwert für Mitarbeitende, Kunden und Aktionäre schaffen." Die Übernahme eröffne der LLB-Gruppe den Eintritt in den österreichischen Markt für Fondsdienstleistungen. Matt: "Sie kann damit ihr strategisches Ziel, das Fondsgeschäft geografisch zu erweitern und weiter auszubauen, umsetzen.“ (gp)

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