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LGT Group: Gruppenstruktur wird aufgelöst

Die drei Geschäftsbereiche der derzeitigen LGT Group, LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone, werden zukünftig als juristisch selbstständige Einheiten agieren. Damit wird die bestehende Gruppenstruktur aufgelöst.

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© Mara Zemgaliete

Bei der Vermögensverwaltungsgesellschaft des Hauses von und zu Liechtenstein kommt es zu einer Reorganisation. Über diese will die LGT Group drei unabhängige, klar fokussierte Unternehmen für Private Banking, Asset Management und Impact Investing schaffen. Die drei bisherigen Geschäftsbereiche bzw. Einheiten LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone (Impact Investing) werden künftig direkt von der Stiftung Fürst Liechtenstein gehalten. Die Gruppenstruktur wird aufgelöst. Diese Entscheidung traf der Stiftungsrat der LGT Group in enger Abstimmung mit der Fürstlichen Familie als Eigentümerin. Darüber berichtet LGT per Aussendung.

Die LGT verwaltete per Ende 2019 228 Milliarden Schweizer Franken (ca. 215 Mrd. Euro) an Vermögen und beschäftigte über 3600 Mitarbeiter an mehr als 20 Standorten in Europa, Asien, Amerika und dem Mittleren Osten.

Die neuen Organisations- und Führungsstrukturen treten per Januar 2021 in Kraft, während die Umsetzung der rechtlichen Strukturen im Laufe von 2021 erwartet wird.

Für die Kunden im Private Banking wie auch im Asset Management sollen sich aus der neuen Struktur keine Veränderungen ergeben. LGT Private Banking und LGT Capital Partners werden ihre Zusammenarbeit fortführen. Aufgrund der Reorganisation sind keine Personalreduktionen vorgesehen.

Synergievorteile vs Fokussierung
LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone sind in verschiedenen Märkten und Wettbewerbsfeldern aktiv, verfolgen schon heute eigenständige strategische Ziele und sind mit zunehmend unterschiedlichen Herausforderungen und Opportunitäten konfrontiert, während die Skalen- und Synergievorteile der Gruppenzugehörigkeit an Bedeutung abnehmen, erläutert LGT als Grund für die Aufteilung.

„Die Positionierung von LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone als eigenständige Unternehmen erlaubt es den drei Einheiten, sich strategisch auf ihre jeweiligen spezifischen Bedürfnisse auszurichten und sich verändernden Marktgegebenheiten anzupassen. Ein konsequenter strategischer Fokus mit entsprechender Governance der drei Unternehmen wird zu mehr Agilität, Transparenz und Effizienz führen sowie mehr Flexibilität ermöglichen“, erklärt S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, CEO der LGT Group.

LGT Private Banking will ihre internationale Marktstellung über organisches Wachstum und Akquisitionen in bestehenden und neuen Märkten weiter ausbauen und den Fokus auf maßgeschneiderte Beratung und erstklassigen Service weiter verstärken.

LGT Capital Partners als ein führender Anbieter im Private Equity und Alternative Asset Management will ihre globale Expansion vorantreiben, ihr Produktangebot für institutionelle Investoren weiterentwickeln und ihre Markt- und Investmentkompetenz sowie Themenführerschaft im nachhaltigen und alternativen Anlagebereich weiter ausbauen.

Die jüngste der drei Einheiten, Lightstone, will im dynamisch wachsenden Bereich Impact Investing eine globale Führungsposition einnehmen und plant im vierten Quartal 2020 ihr Investmentportfolio in Höhe von rund 500 Millionen US-Dollar über eine Fondsstruktur externen Investoren zugänglich zu machen. Das Portfolio ist in rund 50 rasch wachsende, innovative Unternehmen investiert, die sowohl aus finanzieller Perspektive als auch aufgrund ihrer positiven Wirkung auf Gesellschaft und Umwelt interessantes Wertschöpfungspotenzial bieten.

Seine Durchlaucht hält die Fäden weiter in der Hand
S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, seit 2006 CEO der LGT Group, wird Präsident der Verwaltungsräte von LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone. Damit will er die Kontinuität auf der obersten Führungsebene sowie eine enge Verbindung zur Fürstenfamilie als Eigentümerin und zwischen den drei Unternehmen sicher stellen.

CEO von LGT Private Banking mit rund 170 Milliarden Schweizer Franken an verwalteten Vermögen und rund 3100 Mitarbeitern wird neu Olivier de Perregaux, seit 2001 CFO der LGT Group. Vor seinem Eintritt in die LGT im Jahr 1999 war er bei Zurich Financial Services und bei McKinsey tätig.

Thomas Piske, der die Entwicklung des LGT Private Banking während mehr als 30 Jahren – und seit 2009 als CEO dieser Geschäftseinheit – wesentlich geprägt hat, wird das neue Unternehmen als Mitglied des Stiftungsrats weiterhin aktiv unterstützen.

CEO von LGT Capital Partners mit verwalteten Vermögen von rund 60 Milliarden Franken und rund 500 Mitarbeitern bleibt Roberto Paganoni.

Lightstone wird weiterhin von den bestehenden Partnern geführt werden. (aa)

 

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