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LBBW-Chef sieht weiter ein "grundsätzliches Di-Do-Problem"

LBBW-Vorstandschef Rainer Neske würde es lieber sehen, wenn seine Mitarbeiter gleichmäßiger verteilt über die Wochentage in die Büros kämen statt bevorzugt von Dienstag bis Donnerstag.

Rainer Neske, LBBW
Rainer Neske, LBBW© Landesbank Baden-Württemberg

Eckpunkte:

  • Die Vor-Ort-Präsenz ist von Dienstag bis Donnerstag höher als am Montag und am Freitag
  • Es wird aber besser
  • Höhere Präsenz zur Wochenmitte hat vielfach statistische Ursachen

Rund ein Jahr nach dem Aufruf von LBBW-Vorstandschef Rainer Neske, die Präsenz im Büro besser über den Verlauf der Woche zu verteilen, ist die Anwesenheit an Montagen und Freitagen offenbar weiterhin geringer als zur Wochenmitte. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

“Das grundsätzliche Di-Do-Problem bleibt”, erklärte Neske vor kurzem in Stuttgart. “Aber wir sehen schon, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt wieder ins Büro kommen und sich das auch ein Stück weit besser verteilt.”

Zu beachten ist laut Neske, dass die Bank eine relativ hohe Teilzeitquote habe, “die normalerweise auf den Freitag wirkt, was ja logisch ist”, erklärte er. “Insofern muss man den Freitag wieder gesondert betrachten.”

Neske hatte seinen Aufruf vor rund einem Jahr damit begründet, dass die Infrastruktur in der Bank gleichmäßiger ausgelastet werden sollte, etwa Konferenzräume und die Kantine.

LBBW ist in guter Gesellschaft
Dass in der neuen Welt des hybriden Arbeitens besonders der Freitag und der Montag beliebte Homeoffice-Tage sind, hatte nicht nur die LBBW festgestellt. Auch andere Häuser beobachteten dies, darunter die Helaba und die ApoBank. Anders als in anderen Ländern sind die Regeln für das mobile Arbeiten bei vielen Banken in Deutschland nach wie vor großzügig.

“Wir sind bei dem Thema Homeoffice von Anfang an auf einem sehr ausgleichenden Pfad gewesen. Den haben wir nicht verlassen. Das hat sich gut eingependelt”, sagte Neske. Bei der LBBW gibt es keine starren Homeoffice-Quoten. “Aber ich sehe schon einen leichten Trend, wieder mehr im Büro zu sein.”

Das sei angesichts der Probleme, “die um uns herum sind”, auch ein Ausdruck dafür, dass die Beschäftigten wieder zusammenkommen und sich stärker austauschen wollen. “Wir tun auf jeden Fall alles, um das zu verstärken”, erklärte Neske. (aa)

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