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Landesbank: Gewinn halbiert sich, NPL-Quote steigt

Bei der Landesbank aus dem Saarland ist 2025 die Hälfte vom Gewinn weggebrochen. Dafür ist unter anderem auch ein Anstieg fauler Kredite verantwortlich.

© Uwe Bellhäuser / SaarLB

Eckpunkte:

  • Die SaarLB muss einen deutlichen Gewinnrückgang melden
  • Dafür verantwortlich sind höhere Kosten und niedrigere Erträge

Bei der SaarLB ist der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Keine andere operative Landesbank hat einen derart starken Ergebnisrückgang berichtet. Die Risikovorsorge und der Anteil fauler Kredite legten zu.

Der Gewinn vor Steuern sank bei der SaarLB auf nun 30 Millionen Euro, verglichen mit 65 Millionen Euro in 2024. Das geht aus dem vor kurzem vorgelegten Finanzbericht der Landesbank hervor, der Bloomberg vorliegt.

Das Institut gehört zu rund einem Viertel dem Sparkassenverband Saar. Die restlichen Anteile entfallen auf das Saarland. Sitz ist Saarbrücken.

Gegenwind
Im Finanzbericht ist von “niedriger als geplanten operativen Erträgen sowie einer höheren Kreditrisikovorsorge” die Rede. Im Geschäftsjahr 2025 habe die Bank den Einzelwertberichtigungen für sogenannte Adressenausfallrisiken insgesamt 25 Millionen Euro neu zugeführt.

Die NPL-Quote, die den Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtvolumen der ausstehenden Kredite angibt, stieg im Vergleich zum Vorjahr “erheblich”, heißt es im Finanzbericht. Aufgrund höherer neuer Wertberichtigungen als erwartet — sowohl im Bereich Immobilien als auch im Bereich Firmenkunden - sei die Quote zum Jahresende auf 1,51 Prozent geklettert, verglichen mit 1,2 Prozent zu Ende 2024.

Hinzu kam, dass Zins- und Provisionsüberschüsse in Summe sanken, während der Verwaltungsaufwand deutlich zulegte. Die Bank sprach in einer begleitenden Presseinformation von einem Jahr mit “verschiedenen Herausforderungen”. Trotz des Gegenwinds: Die Kapitalausstattung liegt auf hohem Niveau, betont Bloomberg News.

Für die anderen operativen Landesbanken lief es 2025 dennoch besser. Bei der BayernLB sank der Gewinn vor Steuern lediglich um 13 Prozent und bei der Helaba um fünf Prozent, während er bei der LBBW um vier Prozent und bei der NordLB um 36 Prozent kletterte. (aa)

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