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Krieg gegen Bargeld und bürgerliche Grundrechte: Feri kritisiert IWF

Das FERI Cognitive Finance Institute hält gar nichts von der jüngsten IWF-Idee, den Bürgern ihr Vermögen über „Schrumpfgeld“ oder andere Mechanismen zu rauben. Dies sei immerhin eine partielle Enteignung und damit ein "No Go".

 Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute
Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute
© Feri

„Der IWF folgt einer abstrusen Logik!” titelt das Feri Cognitive Finance Institute in Bad Homburg eine Aussendung, in der auf die partiellen Enteignungspläne von Vermögensinhabern reagiert wird, die vor kurzem in einem IWF-Denkpapier ventiliert wurden.

In dem Paper macht der IWF laut Feri einen fragwürdigen Vorstoß zur Zukunft des Finanzsystems: Zentralbanken und Regierungen sollen künftig Negativzinsen auch auf Bargeld erheben können. „Nach den bisherigen Erfahrungen mit Nullzinsen und Negativzinsen würden Vermögensinhaber damit noch mehr benachteiligt und partiell enteignet“, so Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute.

„abstruse Logik“
Der neue Vorschlag sei ein Beleg für die „abstruse Logik“ des IWF: Vordergründig ziele er darauf ab, globalen Notenbanken im Fall eines kommenden Wirtschaftsabschwungs mehr Spielraum für monetäre Stimulierung zu verschaffen. Letztlich bedeute dies eine Fortsetzung bisheriger „Q.E.-Politik“ mit anderen Mitteln.

Als Grund werde das derzeitige Umfeld extrem niedriger Zinsen angeführt, wodurch etwa in Europa normale Zinssenkungen kaum mehr möglich seien. Schon im Zuge der großen Finanzkrise seien in vielen Ländern Europas gezielt Negativzinsen im Banksystem eingeführt worden. „Besitzer von Bargeld konnten diesem Zwang bislang ausweichen; das will der IWF nun korrigieren“, erklärt Rapp.

IWF als Vollstrecker monetärer Repression
Mit derartigen Vorschlägen verstoße der IWF klar gegen die Eigentumsrechte von Sparern und Vermögensinhabern und mache sich zum Vollstrecker einer Politik der finanziellen Repression, betont Rapp. „Nachdem der IWF schon 2013 eine generelle Zwangsabgabe auf Vermögen befürwortet hat, gibt er nun abermals ein sehr zweifelhaftes Bild ab“.

Statt auftragsgemäß für die Stabilität des globalen Finanzsystems zu sorgen, entwickle der Internationale Währungsfonds immer neue paradoxe Ideen zur Zerrüttung von Vermögen und Geldwerten. „Vermögensbesitzer und Sparer sollen nun die Zeche zahlen für eine langjährig fehlgeleitete Geld- und Fiskalpolitik, für die der IWF oftmals sogar mit verantwortlich ist“, sagt Rapp.

Schleichende Enteignung
Die Vorschläge des IWF stünden in einer Reihe mit ähnlichen Ideen zur Abschaffung von Bargeld oder zum „overt monetary financing“, bei denen Notenbanken Geld in unbegrenzter Höhe zur Ablösung von Staatsschulden drucken sollen.

Für Vermögensbesitzer sei diese Tendenz zutiefst beunruhigend. Sie müssten sich angesichts monetärer Verwässerung und schleichender Enteignung wesentlich stärker auf Konzepte zum individuellen Vermögensschutz konzentrieren.

Zur Problematik des „overt monetary financing“ (OMF) hat das FERI Cognitive Finance Institute bereits 2017 eine ausführliche Studie veröffentlicht; Kurzversion abrufbar unter: https://www.feri-institut.de/media-center/studien/?cognitionType=&page=2

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