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Krankenkasse droht Insolvenz

Die niedersächsische Betriebskrankenkasse BKK24 ist in eine Schieflage geraten. Das Bundesamt für Soziale Sicherung muss nun prüfen, ob der angezeigte "mögliche Liquiditätsengpass" ein Insolvenzverfahren nötig macht. Für die Versicherten gibt es Entwarnung.

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© Marco2811 / stock.adobe.com

Die BKK24 hat beim zuständigen Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) "vorsorglich einen möglichen Liquiditätsengpass angezeigt", wie die bundesweit tätige Betriebskrankenkasse mitteilt. Es handele sich dabei nicht um einen Insolvenzantrag, betont das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Obernkirchen. Vielmehr sei die Krankenkasse mit dieser Anzeige einer Verpflichtung aus dem fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) nachgekommen.

"Die BKK24 ist im Tagesgeschäft und strukturell gesund", teilt das Unternehmen mit. "Es geht um einen bilanziellen Einmaleffekt, der sich im Rahmen der konkretisierten Jahresprognose 2021 gezeigt hat." Informationen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" zufolge hatte sich die Krankenkasse wohl mit einem zu niedrigen Zusatzbeitrag verkalkuliert. Dieser reichte offensichtlich nicht aus, um die Kosten zu decken.

"Alle Versicherten sind abgesichert"
Nun prüft das BAS die Unterlagen. Anschließend stehe die Entscheidung über ein mögliches Insolvenzverfahren an, berichtet das "Handelsblatt". Denkbar sei auch eine Auffanglösung und eine Fusion mit einer anderen Kasse.

Die aktuelle Situation habe "keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz der BKK24-Versichertengemeinschaft", betont die Krankenkasse. "Alle Versicherten sind abgesichert. Alles wird normal bearbeitet." Selbst für den Fall, dass die BKK24 Insolvenz anmelden oder aufgelöst werden muss, genießen die rund 130.000 Mitglieder dem "Handelsblatt"-Artikel zufolge vollen Schutz. Die Versicherten müssten sich dann eine neue Krankenkasse suchen, die alle laufenden Kosten übernehme. (bm)

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