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Kommunalkredit will das Asset Management ausbauen

Die Infrastrukturbank Kommunalkredit, die unlängst in das Asset Management eingestiegen ist, will ihr Fondsangebot für institutionelle Investoren deutlich ausweiten.

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© Brown / stock.adobe.com

Die Kommunalkredit, die einer Investorengruppe um den deutschen Investmentbanker Patrick Bettscheider gehört, baut ihr Geschäft kräftig aus. Das zeigt ein Blick in den jüngst veröffentlichten Geschäftsbericht für das Jahr 2018. Darin heißt es unter anderem, dass die Bank das Asset Management forcieren möchte. "Die Kommunalkredit hat 2018 mehrere Gesellschaften für strategische Möglichkeiten im Bereich Fund- und Asset Management gegründet, die gemäß IFRS 10 vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen sind: Fidelio KA Beteiligung GmbH, Fidelio KA Investment Advisory GmbH, Fidelio KA Infrastructure Opportunities Fund GP S. à r. l. und Fidelio KA Infrastructure Opportunities SICAV-RAIF SCA."

Zwei neue Fonds im Jahr 2019
Ende September 2018 hat die Kommunalkredit bereits den Infrastrukturfonds "Fidelio KA Infra 1" (Fidelio KA Infrastructure Debt Fund Europe 1) an den Markt gebracht. Zwei weitere Fonds sollen im Laufe des Jahres folgen, heißt es. Details zu den neuen Fonds gibt es noch nicht. Einer dürfte in Euro denominiert sein, einer in US-Dollar, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Alle Fonds seien für institutionelle Investoren bestimmt und mit einer Mindestinvestitionssumme von einer Million Euro versehen. Eine Fonds-Variante für Retailkunden sei weiter nicht geplant. Für die Kommunalkredit, die Infrastrukturprojekte finanziert und die Kredite an Investoren weiter platziert, bietet die Fonds-Schiene eine Möglichkeit, ihre Platzierungsbasis zu vergrößern.

Der Fidelio KA Infra 1, der im September 2018 aufgelegt wurde, nahm in einem "First Close" 190 Millionen Euro ein. Der "Final Close", der ursprünglich für das Jahresende 2018 geplant war, soll nun im ersten Halbjahr 2019 stattfinden. Geplant ist ein insgesamtes Volumen von bis zu 250 Millionen Euro.

Kräftiges Wachstum
Die Bank wuchs im Jahr 2018 kräftig. Das operative Ergebnisauf wurde auf 23,2 Millionen Euro verdreifacht. Das Neugeschäftsvolumen stieg um 89,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, das Platzierungsvolumen um 52,7 Prozent auf 569,7 Millionen Euro.

Die Bank ist im Jahr 2017 über die Plattform "Kommunalkredit Invest" in den Bereich der privaten Kundeneinlagen eingestiegen. Von 116 Millionen Euro im Jahr 2017 sind die Retail-Einlagen auf 287 Millionen Euro Ende 2018 gestiegen. Damit sind die privaten Einlagen mittlerweile fast annähernd so wichtig wie jene von Gemeinden (319 Millionen) und nicht allzu weit entfernt von Firmenkundeneinlagen (396 Millionen).

Kapitalerhöhung geplant
Im zweiten Quartal ist laut den Unternehmensangaben eine Kapitalerhöhung in Höhe von 20 Millionen Euro geplant. Außerdem soll der gesamte Jahresgewinn 2018 in Höhe von 30,4 Millionen Euro einbehalten werden um insgesamt eine Kapitalstärkung um 50,4 Millionen Euro zu erzielen.

Gegenüber Medien hatte Kommunalkredit Austria-Vorstandschef Bernd Fislage gestern gesagt, er denke über Akquisitionen nach und er wolle die Bank "börsenfähig" machen. Aktuelle Börsenpläne gebe es nicht, damit wolle man nur auf eine attraktive Bewertung hinweisen. (eml)

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