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Klimarettung: DWS wagt Kostenprognose

Was kostet es, die Welt zu retten? Die DWS hat dazu eine Rechnung aufgestellt. Börsennotierte Unternehmen sind dabei als Geldgeber gefragt, profitieren aber auch selbst.

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© corund / stock.adobe.com

Um das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, bedarf es großer Investitionen. Wie hoch sie sind, lässt sich nur schwer abschätzen. Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS wagt mit ihrem Chart der Woche aber einen Versuch: Das globale Investitionsvolumen in den Klimaschutz betrug in den Jahren 2019 und 2020 im Schnitt 632 Milliarden US-Dollar. Bis zum Jahr 2030 muss es sich allerdings auf vier Billionen Dollar verfünf- bis versechsfachen, um das angestrebte 1,5-Grad-Ziel erreichen zu können. Zu diesen Ergebnissen kommt die DWS mithilfe von Zahlen der Climate Policy Initiative (CPI).

Die Investitionen werden bis zum Jahr 2050 nahezu zur Hälfte in Technologien zur Emissionssenkung fließen, von denen derzeit nur Konzeptpapiere oder Prototypen existieren, prognostiziert die Vermögensverwaltung. Auch Investitionen zur Schadensbegrenzung werden eine wichtige Rolle spielen. Im vergangenen Jahr flossen 46 Milliarden Dollar in den Wiederaufbau nach Umweltkatastrophen infolge des Klimawandels, zum Beispiel Überschwemmungen. "Notwendig sind jedoch mindestens fünf- bis zehnmal höhere Investitionen", heißt es im DWS-Bericht. 

Unternehmen sind gefragt
Börsennotierte Unternehmen dürften als Geldgeber eine besonders wichtige Rolle spielen. Was für die Konzerne zunächst nach einer Belastung klingt, ist in Wirklichkeit eine Win-Win-Situation, betonen die DWS-Ökonomen: "Viele umweltfreundliche Projekte haben nicht nur eine positive Kapitalrendite", schreiben die Experten. "Wir glauben sogar, dass Unternehmen mit einem hohen oder wachsenden Anteil umweltfreundlicher Einnahmen, Forschungsausgaben oder Investitionen sowohl an der Börse besser als ihre Konkurrenten abschneiden als auch von niedrigeren Fremdkapitalkosten profitieren sollten." (fp)

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