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KI soll Menschen ersetzen: Allianz-Tochter streicht bis zu 1.800 Jobs

Die Versicherung Allianz Partners will zwischen 1.500 und 1.800 Mitarbeiter abbauen, um diese durch Künstliche Intelligenz (KI) zu ersetzen und um damit Kosten zu sparen. Der Personalabbau erfolgt im Rahmen eines Freiwilligenprogramms und soll damit "fair" erfolgen.

© Miljan Živkovi? / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Allianz Partners will zahlreiche Stellen streichen
  • Die europaweiten Personal-Abbauziele sollen mit freiwilligen Vereinbarungen erreicht werden

Der Versicherungsriese Allianz will bei Allianz Partners - das ist ein Anbieter von Versicherungs- und Assistenzlösungen - mehrere hundert Stellen streichen, während Künstliche Intelligenz (KI) mehr Aufgaben übernimmt. Das berichtet Bloomberg News.

Der Abbau beläuft sich auf 1.500 bis 1.800 Stellen in Europa, wie Allianz-Partners-Chef Tomas Kunzmann am Dienstagabend laut Bloomberg News bei einer Veranstaltung in München sagte.

Bei den Mitarbeitern in vielen Branchen wächst die Sorge dazu, wie KI die Arbeitswelt verändern wird - angesichts der Tatsache, dass enorme Summen in die neue Technologie fließen. Bloomberg Economics schätzt, dass 27 Prozent der Erwerbstätigen in fortgeschrittenen Volkswirtschaften wohl maßgeblich von KI betroffen sein werden.

Angestellte sollen freiwilig gehen und der KI Platz machen
“Wir haben in den letzten sechs Monaten mit unseren Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsräten verhandelt, dass das ein Freiwilligenprogramm ist”, sagte Kunzmann. “Das heißt, wir haben über Europa hinweg - Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, aber auch die Beneluxländer - entsprechende Angebote unterbreitet. Wir kriegen aktuell die Rückläufe zurück aus den Märkten.”

Bei der Munich-Re-Tochter Ergo gibt es derweil Planungen zum Abbau von rund 1.000 Stellen über mehrere Jahre. Auch dieser Versicherer rüstet sich damit für den zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unternehmen.

Allianz Partners treibt früheren Angaben zufolge die Einführung von KI-Lösungen in allen Unternehmensbereichen voran. Die Transformation werde dazu führen, dass sich einige Aufgabenbereiche deutlich weiterentwickeln, während andere möglicherweise wegfallen. Das führte zu Auswirkungen auf die Personalausstattung.

Allianz Partners geht aktuell davon aus, dass europaweit die Abbauziele mit den freiwilligen Vereinbarungen erreichen werden können.

“Das kann uns alle irgendwann treffen”, sagte Kunzmann zu den Stellenstreichungen. “Wir gehen mit diesen Kolleginnen und Kollegen genauso um, wie sich das gehört - und zwar fair.” (aa)

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