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Katars Staatsfonds könnte bald in die Deutsche Bank investieren

Die Deutsche Bank hat sich aus Katar die Zusage von zusätzlichen Investments gesichert, da das in Schwierigkeiten geratene deutsche Kreditinstitut seine Finanzen stärken will. Das berichtet Bloomberg mit Berufung auf Informanten.

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© Fotolia

Die Investments werden wahrscheinlich über die Qatar Investment Authority (QIA) erfolgen, den Staatsfonds des Landes, berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen, die um Anonymität baten, da die Gespräche vertraulich seien.

Alle guten DInge sind drei
Zwei andere katarische Investmentvehikel, die von Mitgliedern der Herrscherfamilie und anderen prominenten Politikern kontrolliert werden, halten bereits eine Beteiligung an der Deutschen Bank. Die Gespräche befänden sich zwar in einem fortgeschrittenen Stadium, es sei jedoch noch keine endgültige Entscheidung gefallen, hieß es weiter. Zeitpunkt und Höhe des Investments seien nicht klar. 

Deutsche Politik kocht ihre eigene Suppe
Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist im vergangenen Jahr um rund die Hälfte eingebrochen. Die Bundesregierung prüfe derzeit, wie eine mögliche Fusion zwischen der Deutschen Bank und Commerzbank erleichtert werden könnte, berichtete Bloomberg im letzten Monat, sie ziehe auch andere Möglichkeiten in Betracht, wie zum Beispiel die Suche nach neuen Investments von bestehenden oder neuen Anteilseignern. Auf Tradegate legte die Aktie von Deutsche Bank am Montag vorbörslich mehr als ein Prozent zu.

QIA verwaltet 320 Milliarden US-Dollar
Der Staatsfonds ist bekannt für seine großen Investments und hat Anteile an Unternehmen wie Rosneft und Volkswagen erworben. QIA-Chairman Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani signalisierte in einem Interview auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass die Deutsche Bank zu den großen deutschen Unternehmen gehört, mit denen der Staatsfonds über mögliche Beteiligungskäufe spricht.

Katar ist nicht nur an der Deutschen Bank interessiert
QIA schaue sich "verschiedene Sektoren" in Deutschland an, sagte der Chairman, der auch stellvertretender Ministerpräsident und Außenminister von Katar ist. "Finanzdienstleistungen gehören dazu", sagte er, ebenso wie Infrastruktur und Industrie.

Bei klassischen Finanzdienstleistern untergewichtet 
Viele Staatsfonds haben „traditionelle Finanzwerte untergewichtet und in den Fintech-Bereich investiert, daher wäre dies ein interessantes Investment“, sagte Rachel Pether, Beraterin des Sovereign Wealth Fund Institute, gegenüber Bloomberg. "Die Finanzdienstleistungsbranche hat eine strategische Bedeutung für die Entwicklung der Wirtschaft eines Landes, und angesichts der strategischen Bedeutung der Deutschen Bank für die deutsche Wirtschaft ist dies möglicherweise eine ebenso politische wie eine finanzielle Entscheidung." (kb)

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