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IWF-Chefin Kristalina Georgiewa erhält eine zweite Chance

Kristalina Georgiewa darf trotz heftiger Manipulationsvorwürfe an der Spitze des IWF bleiben. Der Verdacht: Sie soll China in einem internationalen Länderranking bevorzugt haben.

Kristalina Georgiewa
Kristalina Georgiewa, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds
© Jason Alden / Bloomberg

Ganze acht Mal hat der 24-köpfige Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) getagt, jetzt steht sein Entschluss fest: Kristalina Georgiewa darf Chefin der Organisation bleiben. Ihr war vorgeworfen worden, auf ihrem vorigen Führungsposten bei der Weltbank ein wichtiges Länderranking zugunsten Chinas beeinflusst zu haben. Das berichtet unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Konkret soll Georgiewa Druck auf Mitarbeiter der Weltbank ausgeübt haben, um China im "Doing Business"-Ranking für 2018 besser zu positionieren. Die Weltbank stand damals kurz vor einer wichtigen Kapitalerhöhung – und Peking sollte nicht vergrault werden, so der Verdacht.

Der Vorwurf wiegt schwer, denn die unabhängige und unpolitische Erhebung internationaler Daten gehört zum Kerngeschäft von Weltbank wie auch IWF. Die Daten beider Organisationen bilden häufig die Grundlage für weitreichende Entscheidungen, etwa bei der Vergabe von Hilfsgeldern. US-Finanzministerin Janet Yellen, die den größten IWF-Anteilseigner vertritt, erklärte, sie habe mit Georgiewa über die Vorwürfe gesprochen, sehe jedoch ohne weitere direkte Beweise "keine Basis für einen Wechsel in der Führung des IWF", zitiert sie die "Tagesschau". (fp)

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