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Italiens Regierung stellt Goldbesitz der Zentralbank in Frage

Italiens Regierung will juristische Klarheit betreffend die Edelmetalleserven der heimischen Notenbank. Kritiker befürchten, dass die Regierung damit das Gold in ihren Besitz bringen will, um mit allfälligen Erlösen Haushaltslöcher zu stopfen und um die lahmende Konjunktur anzukurbeln.

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© Scanrail / stock.adobe.com

Die Regierung in Italien plant, die Goldreserven der italienischen Zentralbank in Staatsbesitz zu übertragen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, zirkuliert in Rom ein entsprechender Gesetzesentwurf. "In Italien gibt es selbst Gesetze, die den Verkauf von Brötchen beim Metzger regeln, aber es fehlt eine Gesetzesnorm, die klar sagt, wem die Goldreserven gehören", zitiert die Zeitung den Lega-Politiker Claudio Borghi. Das Gold gehöre den Italienern, führt dieser weiter aus. Der Gesetzgeber müsse daher eingreifen, um der "Anomalie des Goldes, das von der Notenbank gehalten und verwaltet, aber nicht besessen wird, ein Ende zu machen."

Notenbank verteidigt ihren Schatz
Italiens Notenbankchef Ignazio Visco reagierte indirekt auf den Vorstoß der Politik. Die Notenbank habe das "Besitzrecht an den Goldreserven", sagte Visco Ende März bei Vorlage der Bilanz 2018.

Kritiker befürchten, die Regierung wolle mit dem neuen Gesetz ihr Haushaltsloch stopfen, was sonst nur mit einer absolut unpopulären Erhöhung der Mehrwertsteuer möglich gewesen wäre. Borghi streitet einen solchen Plan ab.

Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass die Regierung des hochverschuldeten lateinamerkiansichen Staates Venezuela Insidern zufolge die Goldreserven der Nationalbank anzuzapfen versucht.

Zweitgrößter Goldbestand der Euro-Zone
Laut Banca d’Italia waren die italienischen Goldreserven im Umfang von 2.452 Tonnen im Februar rund 91,8 Milliarden Euro Wert. Damit besitzt das Land die viertgrößten Goldreserven der Welt und nach der Bundesbank den zweitgrößten Bestand der Euro-Zone.

Allerdings lagern nur 44 Prozent des Goldes direkt in Italien. Der Rest ruht derzeit in den Tresoren anderer Zentralbanken: Rund 43 Prozent in den USA und jeweils sechs Prozent in Großbritannien und der Schweiz. (fp)

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