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Invesco und Janus Henderson vor Fusion?

Wenn es nach dem aktivistischen US-Investor Nelson Peltz, dem Gründer des Hedgefonds Trian Partners, geht, dann werden sich Invesco und Janus Henderson demnächst zu einem neuen Investment-Giganten zusammenschließen. Peltz macht jedenfalls keinen Hehl aus seinen Erwartungen.

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© Invesco

Seit mehr als einem Jahrzehnt steht die Investmentbranche kontinuierlich vor immer neuen Konsolidierungsschritten. Jüngstes Beispiel ist die angekündigte Übernahme des Investmenthauses Eaton Vance durch die US-Großbank Morgan Stanley. Und ein Ende des Konsolidierungsprozesses ist nicht abzusehen, wie die jüngsten Aktivitäten um Fondsanbieter wie Invesco und Janus Henderson nahelegen. Dem Aktivisten Nelson Peltz, Mitgründer des US-Hedgefonds Trian Partners, kann es mit Blick auf einen von ihm erwarteten Merger zwischen Invesco und Janus Henderson gar nicht schnell genug gehen.

Die Trian-Leute haben sich laut Meldungen in diversen amerikanischen und britischen Medien jedenfalls vorsorglich schon einmal eine Beteiligung von jeweils knapp zehn Prozent an beiden Unternehmen gesichert. In entsprechenden Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte das Trian-Management, es werde seine Position nutzen, um das Management beider Gesellschaften zu ermutigen, "Fusionen, Übernahmen oder andere Arten von Geschäften in Erwägung zu ziehen".

Gegenüber dem US-Magazin "Institutional Investor" erklärte Neal Epstein, ebenfalls einer von drei Trian-Gründern, Invesco und Janus Henderson seien beide Unternehmen, die schon in der Vergangenheit als aktive Übernehmer aufgetreten seien. Zudem habe sich die Vermögensverwaltungsbranche von traditionellen Produkten zugunsten passiver Produkte abgewandt, was zu "Überkapazitäten" geführt habe. Fusionen und Übernahmen seien eine Möglichkeit, solche Kapazitäten zu reduzieren und damit zu einer Stabilisierung der Branche beizutragen.

"Führen mit unseren Haupteignern regelmäßig einen konstruktiven Dialog"
Unsere Redaktion hat die beiden betroffenen Gesellschaften um eine Stellungnahme gebeten. Invesco erklärt, man begrüße hochkarätige Investoren durchaus im Unternehmen und evaluiere kontinuierlich Möglichkeiten, um die eigene Fähigkeit zur Erfüllung von Kundenbedürfnissen weiter zu stärken und den langfristigen Shareholder-Value zu steigern. Wörtlich heißt es weiter: "Wir schätzen den Beitrag unserer Aktionäre und führen mit unseren Haupteignern regelmäßig einen konstruktiven Dialog, um unser Geschäft weiter zu stärken und ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum zu fördern. Wie immer fühlen wir uns verpflichtet, im besten Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre zu handeln." Von Janus Henderson kam vorerst keine Reaktion.

Invesco ist mit einem insgesamt verwalteten Vermögen von 1,1 Billionen US-Dollar laut Moody's der zweitgrößte unabhängige börsennotierte US-Vermögensverwalter. Durch eine Übernahme von Janus Henderson kämen rund 340 Milliarden US-Dollar hinzu. (hh)

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