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Institutionelle erhalten über Diamos Hilfe bei der Datenflut

Für Großanleger wie Depot-A-Manager stellt die Datenflut eine große Herausforderung dar. Ein neues Produkt soll Abhilfe schaffen und eignet sich auch für andere institutionelle Investoren.

Alexander Bender, Managing Director, Diamos AG
Alexander Bender, Managing Director, Diamos: „Im Bereich Alternative Investments stellt sich die Frage nach dem Zugriff auf aktuelle, eindeutige und korrekte Daten.“
 
© Diamos

Die ständig zunehmende Banken-Regulierung stellt nicht nur die Gesamtbank-Steuerung vor große Herausforderungen, sondern auch das Depot-A-Management, also die Verwaltung der Banken-Eigenmittel. Zur gezielten Unterstützung des Depot-A-Managements hat der Software-Anbieter Diamos das Produkt Diamos-AI  entwickelt, das seit Mitte 2017 angeboten wird. Es deckt speziell den Anwendungsbereich Alternative Investmentfonds (AIF) im Depot-A ab, also die Anlageschwerpunkte Immobilien, Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur. Der Spezial-Software-Anbieter Diamos ist nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich Software für Fondsgesellschaften und Depotbanken und will mit dem neuen Produkt jetzt sein Feld Richtung Banken, Pensionskassen und Versicherungen ausbauen.

Das Angebot könnte gut in die aktuelle Landschaft passen. Auf der einen Seite fordert das Basel-Rahmenwerk eine noch stärkere Eigenkapital-Ausstattung der Banken; auf der anderen Seite steigen die Anforderungen an dessen Qualität und Liquidität. Zumindest mit dem nicht liquide angelegten Teil der Eigenmittel soll der Depot-A-Manager eine akzeptable Rendite unter Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen erzielen, und die Anforderungen an die Transparenz steigen ebenfalls, beispielsweise für das Meldewesen an die Aufsichten und die Berichte an den Vorstand. Dieses regulatorische Umfeld und die gegenwärtige Zinssituation führen dazu, dass sich einige Depot-A-Manager vorsichtig in den Bereich alternativer Investments hinein wagen, wenn auch nur zu relativ geringen Anteilen des Depot-A. Ein großer Teil muss schließlich in LCR-fähigen Papieren, d.h. liquide, investiert sein.

Herausforderung Daten
Der Bereich Alternative Assets ist aber für die Banken sehr dokumentenlastig. „Gerade im Bereich der alternativen Investments stellt sich die Frage nach dem Zugriff auf aktuelle, eindeutige und natürlich korrekte Daten“, erklärt Alexander Bender, Managing Director von Diamos. Tatsächlich hat Institutional Money in zahlreichen Gesprächen mit Depot-A-Managern erfahren, dass diese es oft nicht wagen, gruppen-fremde Asset Manager zu mandatieren, weil sie befürchten, dass diese die für das Banken-Reporting benötigten Daten am Ende nicht liefern können.

Diamos trifft mit seiner neuen Software genau in diese Lücke, denn sie stellt unter anderem Daten wie Eigenmittelanforderungen, Eigenkapitalabzugspositionen und offene Fremdwährungspositionen auf Fondsebene strukturiert zur Verfügung. Diese Daten benötigt sowohl das Meldewesen als auch das Risikocontrolling der Bank.

Sparkasse Schwarzwald-Baar
Einer der ersten Anwender des neuen Produkts ist die Sparkasse Schwarzwald-Baar, die unter anderem Anteile an alternativen Investmentfonds mit den Anlageschwerpunkten Immobilien, Infrastruktur und weiteren Assets im Depot A hält. Andreas Palka, Bereichsleiter Gesamtbanksteuerung der Sparkasse Schwarzwald-Baar, erklärt die Beweggründe, die neue Software anzuschaffen: „Mit Diamos-AI haben wir ein System, das uns nicht nur ermöglicht, jederzeit umfassend revisionssicher auskunfts- und steuerungsfähig zu sein, wir sind damit auch gerüstet für regulatorische Entwicklungen, wie zum Beispiel die Neuausrichtung der aufsichtsrechtlichen Beurteilung von Risikotragfähigkeitskonzepten oder die Erweiterung unseres Eigendepots um AIFs mit weiteren Asset Klassen“.

Schnittstellen
Der Knackpunkt: Auch heute nutzen viele Depot-A-Manager noch Excel-Listen, um ihr Portfolio im Blick zu haben. „Wer mehrere gruppenfremde Fonds im Depot-A hat, für den werden die Excel-Sheets sehr komplex“, beobachtet Jochen Bosch, Senior Sales & Account Manager bei Diamos. Die mandatierten Asset Manager liefern den Banken die relevanten Daten zu ihren Fonds in unterschiedlichen Formaten und zu verschiedenen Zeitpunkten, und viele Daten müssen anschließend in der Bank manuell eingepflegt werden, was zeitintensiv und fehleranfällig ist. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit allen namhaften Fonds-Anbietern zusammen. Die beliefern unsere Schnittstellen. Daher können unsere User alle Daten in einem einheitlichen Reporting-Format abrufen“, sagt Bender. Das Ziel ist ein vollautomatisierter Daten-Import. Hierzu hat Diamos beispielsweise mit dem Asset Manager Golding Capital Partners seinen ersten Kooperationspartner aus dem Alternatives-Bereich angebunden. Der Asset Manager, der insbesondere die Assetklassen Private Equity, Private Debt und Infrastruktur abdeckt, liefert die Daten über die getätigten Investments direkt an die Diamos-Schnittstelle.

Konsolidierter Datenhaushalt
Ein Dokumenten-Management, in dem relevante Informationen wie Jahresberichte, Halbjahresberichte und Verkaufsprospekte abgelegt werden, enthält das Modul auch. „Wir stellen einen revisionssicheren Datenzugriff zur Verfügung. So ist z.B. auf einen Blick ersichtlich: Hat der Asset Manager die Daten geliefert oder nicht?“, so Bosch. Außerdem kommt es so nicht zu einer redundanten Datenerfassung, z.B. für das Depot-A-Management, das Risikocontrolling, das Meldewesen und fürs interne Reporting wie z.B. Vorstands-Vorlagen.

Im Immobilienbereich unterstützt die Software den BVI-Standard für den Immobiliendatenaustausch. Ein Herunterbrechen auf die einzelne Immobilie und das Gruppieren nach Regionen und Ländern ist ebenfalls möglich, um so beispielsweise Klumpenrisiken im Gesamt-Engagement zu erkennen. Außerdem sind über Schnittstellen auch Daten zu Kapitalabrufen und Ausschüttungen, Prognosen sowie aus dem regulatorischen Reportings übertragbar.

Risikotragfähigkeitsbetrachtung
Neben dem Depot-A-Management wird auch das Risikomanagement durch das Modul unterstützt, z.B. bei der laufenden Überprüfung der Risikotragfähigkeit des Institutes. Dazu beinhaltet es eine integrierte Risikoermittlung der verschiedenen Risikoarten von alternativen Investments. Durch eine transparente Darstellung von Beteiligungsstrukturen (z. B. Dachfonds-Zielfonds-Beteiligungsgesellschaft) können Risiken dabei im Rahmen der Durchschau auf Asset Ebene („Look-Through“) erkannt und bewertet werden.

„Die Lösung wird komplett im Diamos Rechenzentrum betrieben, so dass über eine Webapplikation der Zugriff von jedem Ort aus möglich ist, an dem es einen Internet-Anschluss gibt. Dabei liegen die Daten in einem zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland“, erklärt Bender.

Alle Tools, die Depot-A-Manager bei ihrer Arbeit unterstützen, sind zu begrüßen, denn das regulatorische und das Marktumfeld machen ihre Arbeit ohnehin nicht einfach. (ad/aa)

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