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Low-Touch-Komprimierung

Der anhaltende Druck durch Verschuldungsquoten, Bestimmungen für G-SIBs und begrenzte betriebliche Ressourcen zwingt Banken dazu, nach zunehmend ausgeklügelten Komprimierungslösungen zu suchen.

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IM Investmentforum: "Die Schuldenjäger" plus Fotogalerie

Das VI. Wiener Institutional Money Investmentforum widmete sich einer global rapide wachsenden Assetklasse: Private Debt – und da insbesondere ­ihrer komplexesten Spielart, dem Distressed-Segment.

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Frische Chancen in diesem enger werdenden Gesamtmarkt sieht das kalifornische Haus Pimco unter anderem im Subsegment „Distressed Debt“ – also dem direkten ­Kreditvergabegeschäft an Unternehmen, die bereits in Insolvenz sind oder vor einer solchen stehen. Gerade in diesem Bereich gilt es jedoch hochselektiven Ansätzen zu folgen: „Man muss heraus­finden ob die Schieflage durch branchenweite und somit strukturelle oder durch unternehmensspezifische, lösbare Probleme verursacht wurde“, so der Pimco-Stratege
 
© Marlene Fröhlich

Nach zehn Jahren Finanzkrise hat sich die Unternehmenswelt stark verändert. Um für topqualifizierte Mitarbeiter attraktiv zu bleiben, stehen nicht mehr nur Bezüge und Arbeitszeit, sondern auch die Sinnhaftigkeit der eigenen Work Life ­Balance im Vordergrund, wie Erika Karitnig, Moderatorin des VI. Wiener ­Institutional Money Forums, in den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten der Innenstadtresidenz Park Hyatt schilderte.

Das Stichwort in diesem Zusammenhang lautet: Corporate Volunteering (CV) – ein Konzept, das man bei Bayer beispielsweise schon übernommen hat. Dort können sich Mitarbeiter schriftlich um die Teilnahme am unternehmenseigenen CV-Programm bewerben – bei positiver Bewertung wird der Mitarbeiter für drei Monate in eine soziale Organisation entsandt und erhält vom Unternehmen eine finanzielle Unterstützung von bis zu 10.000 Euro. Die CV-Story, die von motiviertem Personal und dem damit verbundenen Erhalt von Cutting-Edge-Know-how erzählt, kommt natürlich nicht nur auf den Personal-, sondern auch den Finanzmärkten gut an.

Zwei große Trends
Doch nicht nur bei soften Faktoren, auch im Portfoliobereich hat sich im Nachhall der Finanzkrise einiges getan, wobei vor ­allem zwei starke Trends zur Popularität von Private Debt beigetragen haben: Diese Assetklasse, die es de facto vor 2008 nicht gegeben hat und in manchen Aspekten an den alten Bekannten „Subprime“ erinnert, hat zum einen von regulatorischen Vorgaben profitiert, die dazu geführt haben, dass sich Banken zunehmend aus dem direkten Kreditvergabegeschäft zurückgezogen haben. Kreditfonds und ähnliche Vehikel nützen diese veränderte Marktlage, indem sie seit einigen Jahren außerhalb des Kapitalmarktes anstelle von Banken Fremdkapital vergeben und dieses in Private-Debt-Pakete schnüren.

Institutionelle Investoren haben diese Produkte wiederum dankend angenommen. Angelockt von außerordentlichen Illiquiditätsprämien und Diversifikations­effekten haben sich die Investitionen in diese Schattenbankgeschäfte seit 2008 von 242 auf 665 Milliarden US-Dollar nahezu verdreifacht. Derartige Boomperioden gehen in der Regel nicht ohne die eine oder andere Verwerfung vonstatten. So sind die Konditionen angesichts der hohen Bevölkerungsdichte im Private-Debt-Bereich immer günstiger geworden, während sich die Besicherungen für die Investoren zunehmend verschlechtert haben. Der Aufstieg der sogenannten Covenant-Light-Kredit ist ­Zeuge dieser Entwicklung.

Welche Tricks im Private Debt angewandt werden und wo die Finanzprofis frische Chancen in diesem enger werdenden Gesamtmarkt sehen erfahren Sie in unserer Klickstrecke. (aem)


Für einen detaillierten Bericht zum Event und den wichtigsten dort getätigten Aussagen müssen Sie sich noch ein wenig gedulden – den entsprechenden Beitrag finden Sie in der kommenden Print-Ausgabe (4/2019), die Ende November dieses Jahres erscheint. 

Terminhinweis: Das nächste IM Investmentforum finden am 20. April 2020 in Wien statt. 

 

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