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Ideal Versicherung Opfer von Hacker-Attacke

Die Berliner Ideal Versicherungsgruppe wurde von Hackern angegriffen. Die Gesellschaft hat alle Systeme abgeschaltet, ist aber telefonisch und über eine spezielle Email-Adresse erreichbar.

© ipopba / stock.adobe.com

Die Ideal Gruppe ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Das teilte der in Berlin ansässige Versicherer mit. Betroffen vom IT-Ausfall ist auch der zur Gruppe gehörende Bestattungsdienstleister Ahorn. Explizit nicht betroffen sei das Tochterunternehmen Mylife Lebensversicherung, heißt es weiter. Der Mitteilung zufolge erfolgte der Angriff durch die Ransomware Akira. Dahinter verbirgt sich eine kriminelle Hackerbande, die schon mehrfach erfolgreich Lösegelder von Unternehmen erpressen konnte.

Der Versicherer hat nach eigenen Angaben die Systeme vorsorglich vom Netz genommen, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Geschäftsbetrieb und Services würden eingeschränkt aufrechterhalten. Dafür seien spezielle Telefonnummern und eine Email-Adresse eingerichtet worden.

Kein Missbrauch von Kundendaten
"Unser IT-Sicherheitsteam arbeitet gemeinsam mit externen Spezialisten und den Ermittlungsbehörden daran, den Vorfall zu analysieren und betroffene Systeme schrittweise wieder herzustellen. Die Infrastruktur unserer Vertriebs- und Geschäftspartner ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen. Derzeit liegen auch keine Hinweise auf einen Missbrauch von Kundendaten vor", so Maximilian Beck, Vorstandsvorsitzender der Ideal-Gruppe.

Die Ideal ist nicht der erste Versicherer, der von Cyberkriminellen ins Visier genommen wurde. Bekannt ist der "Hack" der Haftpflichtkasse Darmstadt im Jahr 2021, die Attacke im Jahr 2023 auf die Makler-Software-Tools "Smart Cloud" und "Smart Consult" des IT-Hauses Smart Insurtech. Zudem hatten Kriminelle 2022 auf den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einen Angriff gestartet: Sie legten für lange Zeit unter anderem das Vermittlerregister des DIHK lahm. (jb)

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