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"Ich kann es nicht mehr hören": Deka-Vorstand widerspricht KI-These

Während einige Unternehmen wegen KI weniger Berufseinsteiger einstellen wollen, hält die Dekabank dagegen. Vorstand Daniel Kapffer unterstreicht, dass sich Anforderungen zwar verändern, Investitionen in den Nachwuchs aber unverzichtbar bleiben.

Daniel Kapffer, Dekabank: "Natürlich wird KI den Arbeitsmarkt stark verändern und natürlich fallen Aufgaben weg. Aber es gibt neue, veränderte Skill-Profile."
Daniel Kapffer, Dekabank: "Natürlich wird KI den Arbeitsmarkt stark verändern und natürlich fallen Aufgaben weg. Aber es gibt neue, veränderte Skill-Profile."© Dekabank

Eckpunkte:

  • Durch KI fallen einerseits Jobs mit repetitiven Tätigkeiten weg
  • Aber es gibt neue, veränderte Skill-Profile
  • Die Deka will daher weiterhin Junior-Mitarbeiter einstellen

Investments in den Nachwuchs
Die Dekabank will trotz des Vormarschs künstlicher Intelligenz (KI) weiterhin in Nachwuchskräfte investieren. Das hat Deka-Vorstand Daniel Kapffer betont und sich damit gegen Aussagen gestellt, wonach Unternehmen wegen KI künftig keine Junior-Mitarbeiter mehr benötigten.

"Ich kann es nicht mehr hören – in den letzten Monaten äußerten sich selbst ernannte KI-Pioniere und auch CEOs in dem Sinn, dass sie aufgrund von KI keine Junior-Mitarbeiter mehr benötigen und daher auch nicht mehr einstellen", schrieb Kapffer auf dem Karrierenetzwerk Linkedin. Er sei froh, dass die Deka weiter "in das Personal von morgen" investiert – und verwies auf die jüngsten Abschlüsse von Auszubildenden bei dem Investmenthaus.

KI verändert Aufgabenprofile
Beobachtern zufolge könnte KI gerade für Einstiegsposten zur Gefahr werden, da diese Jobs oft einfache Aufgaben umfassen wie das Zusammenfassen von Dokumenten oder grundlegendes Programmieren – also Dinge, die von KI-Tools in Sekundenschnelle erledigt werden können. "Natürlich wird KI den Arbeitsmarkt stark verändern und natürlich fallen Aufgaben weg. Aber es gibt neue, veränderte Skill-Profile", so Kapffer.

Informationsbeschaffung und auch Teile der Analyse würden deutlich weniger benötigt. "Die Verifikation der Informationen, deren Bewertung und die Entscheidung werden aber deutlich wichtiger – was ja auch gut so ist", erklärte Kapffer, der im Vorstand unter anderem auch die Bereiche IT und Organisationsentwicklung verantwortet. (mb/Bloomberg)

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