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HQ Asset Management soll vom Markt verschwinden

Die zur Quandt-Familie gehörende HQ Holding trennt sich Mitte des Jahres von ihrer Tochter HQ Asset Management. Die Suche nach einem passenden Partner und Investor ist gescheitert. Bei der Partnerwahl für eine andere Tochter sieht es dagegen gut aus.

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© blende11 / stock.adobe.com

Die HQ Holding hat die Suche nach einem Partner und Investor für den Vermögensverwalter HQ Asset Management (HQAM) eingestellt. Die Tochter wird Mitte des Jahres geschlossen. Das geht aus einer Mitteilung der HQ Holding hervor, die zum Family Office der Familie Harald Quandt gehört. Verschiedene Medien, darunter das "Handelsblatt" und die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), berichten ebenfalls über die Schließung. Betriebsbedingte Kündigungen bei dem Vermögensverwalter, der mit zehn Mitarbeitern rund 100 Millionen Euro an Kundengeldern verwaltet, seien bereits ausgesprochen worden. Die Suche nach einem Partner für die Schwestergesellschaft HQ Capital, die auf alternative Investments wie Private Equity spezialisiert ist, verläuft dagegen vielversprechend, heißt es.

Es habe dem Handelsblatt zufolge zwar insgesamt rund zehn ernsthafte Interessenten für eine Beteiligung von etwa 50 Prozent an HQAM gegeben. Keiner habe aber alle Kriterien rund um Vertriebsthemen und die notwendige Kapital-Ausstattung erfüllen können. "Außerdem war uns wichtig, dass neben dem Preis auch die DNA des Partners zu uns hätte passen müssen", zitiert die Zeitung Stefan Keitel, den Vorstandschef der HQ Holding.

Niemals kritische Masse erreicht
Ziel der Partnersuche war ursprünglich, das Geschäft von HQAM auszubauen. Dafür hätte es Geldgeber gebraucht, die das nötige "Seed-Kapital" etwa in die Fonds von HQAM einbringen, um weitere Anleger anzuziehen. Professionelle Investoren sind an Produkten meist erst interessiert, wenn sie eine gewisse Größenordnung erreicht haben. Im Fall des 2018 gegründeten Vermögensverwaltungsablegers war die Suche nach Investoren den Berichten zufolge aber schwierig: Die Fonds setzen bei der Analyse auf künstliche Intelligenz und sind auch gegenüber Institutionellen sehr erklärungsbedürftig. Viele der angesprochen Anleger winkten ab, die Volumina der Portfolios traten auf der Stelle – ein Teufelskreis vor allem in Corona-Zeiten.

"Die anhaltende Corona-Pandemie führte in Verbindung mit strukturellen Problemstellungen wie der Tatsache, dass die sehr komplexen und erklärungsintensiven Produkte aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz sich online kaum vermitteln lassen, dazu, dass das Start-up die angepeilten Ziele nicht erreichen konnte", heißt es in einem Statement der HQ Holding. "Da sich kein schnelles Ende der Krise abzeichnet und an etwaige Partnerschaften von HQ hohe Anforderungen gestellt werden, beendet die HQ Gruppe ihr Engagement in diesem Bereich. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der HQ Holding danken den hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz in einer schwierigen Situation – HQAM hatte einen schlechten Startzeitpunkt, aber kein Performance-Problem."

HQ Family Trust bleibt unverkäuflich
Bei HQ Capital, das seit 1989 im Bereich Private Equity aktiv ist und nach Meldung der FAZ 2021 rund eine Milliarde Euro eingeworben habe, zeichnet sich dagegen ab, dass ein Partner gefunden werde. Die Familie Harald Quandt bleibe bei HQ Capital engagiert, die Größenordnung ist nicht bekannt. Ausgeschlossen von den Gesprächen um strategische Partnerschaften ist laut der FAZ das Multi-Family-Office HQ Trust, die dritte Beteiligung der HQ Holding. (jb)

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