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Hoffnung auf baldige Helaba-Deka-Gespräche schwinden

Ein möglicher Zusammenschluss von Helaba und Deka wird unwahrscheinlicher. Entsprechende Gespräche wurden auf die lange Bank geschoben.

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© Brain Jackson / stock.adobe.com

Eine Wiederaufnahme der Fusionsgespräche von DekaBank und Helaba in diesem Jahr ist nicht sehr wahrscheinlich. Das hat Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, am Dienstag bei einer Veranstaltung in Stuttgart angedeutet. Der Verband ist mit rund 16 Prozent an der DekaBank beteiligt.

Angesichts der Pandemie “hat derzeit jeder mit sich selbst zu tun”, sagte er laut Bloomberg. In einer solchen Situation mache man sich weniger gerne an derart große Projekte. Schneider: “Dieses Jahr haben wir schon alle Hände voll zu tun”. Ob die Gespräche zwischen DekaBank und Helaba 2021 weitergehen, sei unklar.

Spielverderber Corona
Die DekaBank hatte Anfang vergangenen Jahres Verhandlungen mit der Helaba aufgenommen - ein Prozess, bei dem ein Sparkassen-Zentralinstitut entstehen könnte, wie es von Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis seit langem gefordert wird und dem sich andere Landesbanken anschließen könnten. Allerdings wurden die Gespräche wegen der Coronakrise auf Eis gelegt.

Wie sehr die Sparkassen mit den Folgen der Pandemie beschäftigt sind, zeigte sich auch bei den Zahlen, die Schneider am Dienstag vorlegte.

Krise kommt Sparkassen teuer
Demnach mussten die 50 Sparkassen in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr eine Risikovorsorge von 220 Millionen Euro bilden. Das ist der höchste Wert seit 2010. Begründet wurde dies mit “Corona-bedingten Zahlungsschwierigkeiten einzelner Kunden”. Die Sparkassen werden mögliche Kreditausfälle aber auffangen können, sagte Schneider.

Zuletzt hatte es Befürchtungen gegeben, dass es wegen der Pandemie zu einem Anstieg bei den Kreditausfällen kommen könnte und davon kleinere Banken wie Sparkassen überdurchschnittlich stark betroffen seien. Sie haben oftmals Gelder an regionale Firmen wie Gaststätten und Hotels verliehen, die wegen der Lockdowns in Existenznot geraten.

Unterm Strich stand 2020 bei den Sparkassen in Baden-Württemberg ein Jahresergebnis von rund 850 Millionen Euro. Dies sind 150 Millionen Euro weniger als 2019.

„Das erste Corona-Jahr hat noch keinen dramatischen Einbruch für die Sparkassen gebracht”, sagte Schneider. “Aber alles hängt jetzt davon ab, wie lange der Lockdown fortgesetzt wird und wie schnell sich die Wirtschaft danach wieder erholt.“ (aa)

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