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Helaba und LBBW bauen Zusammenarbeit aus

Die hessische Landesbank und die Landesbank Baden-Württemberg streben eine Bündelung von Kompetenzen im Sparkassengeschäft an. Dabei werden verschiedene Geschäftsbereiche unter den beiden Häusern aufgeteilt, um Synergien zu heben und Kosten zu sparen.

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© amnaj / stock.adobe.com

Die Gerüchte um Fusionen im Sparkassensektor erhalten neue Nahrung. So wollen die beiden Landesbanken Helaba und LBBW laut eigenen Angaben "eine Bündelung von Kompetenzen in diversen Feldern des Sparkassengeschäfts anstreben". Ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU) wurde am Donnerstag, 5. August 2021, unterzeichnet, wie die beiden Landesbanken in einer gemeinsamen Aussendung informieren.

LBBW bekommt ZWRM und Verwahrstellengeschäft
Vorgesehen ist, das Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement (ZWRM) mit Sparkassen bzw. deren Kunden in der LBBW zusammenzuführen. Alle ZWRM-Geschäfte mit eigenen Corporate- und Mittelstandskunden verbleiben bei der Helaba. Die LBBW wird zusätzlich das komplette Verwahrstellengeschäft für Spezial- und Publikumsfonds der Helaba übernehmen.

Helaba übernimmt teilweise ausländische Bankaktivitäten sowie das Edelmetallgeschäft
Umgekehrt sei angedacht, bei der Helaba künftig das Dokumentäre Auslandsgeschäft und den Auslandszahlungsverkehr für Sparkassen bzw. deren Kunden beider Banken zusammenzuführen. Das Dokumentäre Auslandsgeschäft sowie den Auslandszahlungsverkehr für ihre eigenen Unternehmenskunden wird die LBBW weiterhin selbst ausführen. Die Helaba soll außerdem das Sorten- und Edelmetallgeschäft der LBBW übernehmen.

Für die Sparkassen und deren Kunden soll laut Unternehmensangaben das bestehende Serviceangebot innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe weiter fortgeführt werden. "Die angestrebte Zusammenlegung einzelner Geschäftsfelder dient auch zur Sicherstellung der sehr hohen Produkt- und Servicequalität vor dem Hintergrund der weiterhin sehr großen Wettbewerbsintensität", halten die beiden Banken fest.

Noch viel Gesprächsbedarf
Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übereinkunft steht unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Kartellbehörden. Die detaillierte Ausgestaltung der Übertragung der jeweiligen Geschäftsaktivitäten wird Gegenstand weiterer Gespräche sein.

In der Sparkassen-Gruppe wird schon seit langem über die Bündelung von Kompetenzen diskutiert. Die vier großen Landesbanken bieten zum Teil identische Dienstleistungen an. Vor diesem Hintergrund hatte Sparkassenpräsident Helmut Schleweis die Gründung eines Sparkassen-Zentralinstituts angeregt und dabei eine mögliche Fusion von DekaBank und Helaba angestoßen. Die Verhandlungen dazu wurden wegen der Pandemie allerdings auf Eis gelegt. (aa)

 

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