Helaba baut Büros um - Wände und eigene Tische verschwinden
Die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, alias Helaba, modernisiert ihre Büros im Main Tower. Das hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile.

Eckpunkte:
- Die Helaba baut ihre Büros im Main Tower um
- Wände und eigene Schreibtische verschwinden
- Desk Sharing ist das Motto
Die Helaba baut ihre Büro-Etagen im Main Tower um. Sie werden auf die Welt des modernen Arbeitens ausgerichtet. Wände verschwinden ebenso wie fest zugeordnete Schreibtische. Die Neugestaltung soll im laufenden Betrieb der Landesbank erfolgen. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.
Insgesamt hat die Helaba 20 klassische Büro-Etagen in dem Hochhaus, erklärte Manuela Gunz, Projektleiterin für New Work bei der Helaba, im Interview mit Bloomberg News. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2029 vorgesehen.
Win-Win-Situation
Der schrittweise Umbau im laufenden Betrieb “ermöglicht den Mitarbeitenden, im Gebäude zu bleiben. Viele hatten uns signalisiert, dass sie ungern an einen anderen Standort umziehen wollen”, erklärte Gunz. “Außerdem spart uns das als Bank natürlich Kosten, allein schon wenn man bedenkt, was ein Umzug der IT kosten würde. Und wir können flexibler auf Anforderungen reagieren, die sich in den nächsten Monaten oder Jahren vielleicht noch ergeben.”
Eine Etage bereits fertig
Die erste Etage im Main Tower ist schon fertig, die ersten Teams arbeiten dort bereits. Im nächsten Bauabschnitt sollen fünf weitere Etagen umgebaut werden. Diese wurden geräumt und die dortigen Beschäftigten auf anderen Stockwerken im Main Tower untergebracht.
“Geplant ist, vier der fünf Etagen bis zum Sommer - die fünfte zum Ende des Jahres — sukzessive fertigzustellen”, erklärte Gunz. “Nach der Einrichtung mit Möbeln und Technik können dann wahrscheinlich im dritten und vierten Quartal diesen Jahres hier Mitarbeitende einziehen.“
Schöne neue Büro-Welt
Viele Banken in Deutschland haben begonnen, Büros zu modernisieren oder aber neue Standorte auszuwählen. So zogen beispielsweise die DekaBank in Frankfurt vom Trianon Hochhaus in den neu gebauten Four-Komplex und die Berenberg Bank in Hamburg von der Binnenalster in die City Nord. Die renovierten oder neu bezogenen Büros sind in vielen Fällen auf die Welt des hybriden Arbeitens ausgerichtet, also der Mischung aus Homeoffice und Büropräsenz.
Keine eigenen Schreibtische mehr
Das ist auch bei der Helaba nicht anders. So will die Landesbank künftig auf fest zugeordnete Schreibtische verzichten und stattdessen auf Desksharing setzen mit einer Quote von 0,7. Das heißt, dass sich zehn Helaba-Mitarbeiter – rein theoretisch – sieben Arbeitsplätze teilen werden. Bislang ist Desksharing im Main Tower eher die Ausnahme, merkt Bloomberg an.
Privatsphäre adé
Hinzu kommen umfassende Umbauten. “Die alten Büroetagen im Main Tower sind klein-verzimmert, dunkel und entsprechen nicht mehr einer modernen Büro-Arbeitswelt”, sagte Gunz. “Wir nehmen nun Wände raus und setzen auf große, offene Flächen.”
Vorbild für die New-Work-Umbauten im Main Tower ist eine Muster-Etage, die die Helaba in ihrem Campus in Offenbach entwickelt hatte. Diese ist eine Art “Blaupause”, wie Gunz es nannte.
Alte Möbel werden verschenkt
Einen Teil der alten Möbel will die Helaba übrigens an die eigenen Mitarbeitern verschenken, statt sie zu entsorgen. Damit will die Bank nach eigenen Angaben auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. (aa)




