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Hacker attackieren große Hedgefonds und PE-Firmen mit üblen Tricks

Kriminelle versuchten, über "Voice Pishing" und anderen illegalen Methoden, an Daten von namhaften Wall-Street-Hedgefonds und Private Equity-Gesellschaften zu gelangen.

© bravissimos / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Hacker attackieren Wall-Street-Hedgefonds
  • Dabei kam es zu Cyberangriffe mit Voice Phishing

Hacker haben in den vergangenen Tagen eine Welle raffinierter Cyberangriffe auf Wall-Street-Firmen gestartet. Dabei nahmen sie informierten Kreise zufolge die IT-Systeme großer Vermögensverwalter ins Visier. Darüber berichtet Bloomberg News.

Wie zu hören ist, hat der Hedgefonds Point72 Asset Management seine Investoren am Mittwoch über einen Angriff informiert. Nach ersten Erkenntnissen seien dabei jedoch keine Kundendaten gestohlen worden. Das Unternehmen untersuche den Vorfall noch, habe Point72 Anlegern mitgeteilt.

Versuch, auf die IT-System zuzugreifen
Im Rahmen der Angriffswelle haben Cyberkriminelle Insidern zufolge auch versucht, in die IT-Systeme weiterer großer Hedgefonds einzudringen. Betroffen waren demnach Millennium Management, Two Sigma Investments und Citadel sowie mehrere Private-Equity-Gesellschaften.

Never trust your boss on the phone..
Bei den Angriffen kam sogenanntes Voice Phishing oder “Vishing” zum Einsatz. Dabei nutzen Cyberkriminelle Technologien, um Stimmen in Telefonaten oder Sprachnachrichten nachzuahmen und Mitarbeiter dazu zu verleiten, sensible Informationen preiszugeben oder Zugänge zu gewähren, wie darüber informierte Kreise berichten.

Two Sigma erklärte, den Angriffsversuch auf sensible Daten erfolgreich abgewehrt zu haben. Das Unternehmen verwaltet Vermögenswerte im Umfang von 75 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro).

“Unser Sicherheitsteam hat schnell auf eine versuchte Vishing-Kampagne reagiert, die sich gegen Two Sigma und andere Investmentmanager richtete. Wir haben keine Hinweise darauf, dass unsere Daten oder Systeme beeinträchtigt wurden”, erklärte ein Sprecher von Two Sigma. “Wir beobachten die Lage weiterhin genau.”

KI erleichtert Kriminellen das Leben
Cyberangriffe auf die Wall Street haben im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Künstliche Intelligenz ermögliche es Angreifern, ihre Attacken vergleichsweise kostengünstig und in großem Umfang durchzuführen, sagte Vinod Paul, Präsident des auf Cybersicherheit und Informationstechnologie für Hedgefonds spezialisierten Unternehmens Align Managed Services.

“Früher konnten sie in einem Angriff vielleicht 50 Ziele attackieren, heute können sie 1.000 angreifen”, sagte Paul. “Hackern ist es außerdem möglich, Telefongespräche mitzuhören und Stimme, Tonfall sowie Sprachmuster der Gesprächspartner nachzuahmen, um gefälschte Anrufe zu erzeugen.” (aa)

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