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H2O Asset Management: Windhorst kauft illiquide Papiere zurück

Das Investmenthaus H2O Asset Management hatte en gros Wertpapiere gekauft, die zum Beteiligungskreis des deutschen Finanziers Lars Windhorst zählen. Dieser nimmt die Papiere nun wieder zurück.

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© XtravaganT / stock.adobe.com

Der schillernde Investor Lars Windhorst kauft von H2O Asset Management illiquide Wertpapiere zurück. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung "Financial Times" und beruft sich auf Insider. Demnach nimmt der deutsche Finanzier der Fondsgesellschaft Aktien und Anleihen ab, die seinem Unternehmenskreis zuzurechnen sind. Ein Sprecher von Windhorsts Investmentgesellschaft Tennor bestätigte die Transaktion gegenüber der Zeitung. H2O wollte sich nicht äußern.

Die Fonds der zu Natixis Investment Managers zählenden Boutique waren im Sommer 2019 ins Gerede gekommen. Nachdem in einem Blog der "Financial Times" berichtet wurde, dass H2O in erheblichem Umfang in wenig liquide Unternehmenspapiere aus dem Windhorst-Umfeld investiert hatte, zogen Anleger zweitweise rund acht Milliarden Euro aus den Fonds der Gesellschaft ab. Windhorst startete in den 1990er-Jahren eine steile Karriere als Jungunternehmer, geriet danach aber mit Insolvenzen in die Schlagzeilen.

Rückkauf mit Abschlag
Nachdem sich die Turbulenzen zunächst gelegt hatten, machten die H2O-Vehikel im Zuge des Corona-Crashs im März 2020 erneut von sich reden. Zum Teil rutschten die Fonds um mehr als 50 Prozent ins Minus. H2O-Gründer Bruno Crastes entschuldigte sich bei seinen Investoren für die Verluste. In den Vorjahren hatten die Fonds Anlegern außerordentlich hohe Gewinne beschert. Die Ratinggesellschaft Morningstar senkte die Note für den einzigen Fonds des Hauses mit qualitativer Bewertung, den H2O Allegro, im Zuge des jüngsten Kursverfalls auf "Negativ".

Windhorst habe "mit Unterstützung deutscher Investoren" eine Zweckgesellschaft gegründet, welche H2O die Papiere abnehmen soll, zitiert die "Financial Times" den Tennor-Sprecher. Die Zeitung berichtet, dass Aktien und Anleihen mit Abschlägen zurückgekauft werden sollen. Die Höhe der Wertminderung ist nicht bekannt. Die Vereinbarung zwischen den Parteien sei Ende April getroffen worden. H2O hatte im Zuge der hohen Abflüsse vergangenen Sommer bereits einen Teil seiner Windhorst-Investments verkauft. (ert)

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