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Gute Nachricht: Flotte von Dieseltankern steuert Europa an

Deutsche und österreichische Autofahrer, die traditionell mehrheitlich auf Dieseltreibstoff setzen, können sich entspannt zurücklehnen. Denn ein überdurchschnittlich große Flotte an Tankschiffen ist auf dem Weg. Der Marktwirtschaft sei Dank, billig wird es aber sicherlich nicht.

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© Marvest / stock.adobe.com

Eine Flotte von Schiffen, die Diesel, einen der wichtigsten Kraftstoffe der Welt, transportieren, ist auf dem Weg zu den europäischen Märkten. Denn hohe Temperaturen, steigende Gaspreise und eine gestörte Versorgung aus Russland bedrohen derweil die Energiesicherheit auf dem Kontinent, berichtet Bloomberg.

Vorläufige Daten von Vortexa zeigen, dass im August bisher fünf Schiffe mit fast drei Millionen Barrel von Asien nach Europa unterwegs sind. Das ist die höchste Zahl seit fünf Monaten, bezogen auf Barrel pro Tag. Auch die Verschiffungen aus dem Nahen Osten nach Europa dürften zunehmen, schätzt die Nachrichtenagentur.

Viele Schiffe sind von Asien aus auf dem Weg nach Europa

Höhere Preise locken Verkäufer an
Die steigenden Lieferströme von Dieselkraftstoff - der in der Industrie, im Verkehr und zur Energieerzeugung verwendet wird - in Richtung Europa sind laut Händlern das Ergebnis von Marktverwerfungen, die durch höhere Preise an den Drehkreuzen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen (ARA) im Vergleich zu Asien verursacht wurden. Chinas stotternde Wirtschaft und eine saisonale Nachfrageschwäche in Indien trugen ebenfalls zum asiatischen Überangebot bei, ergänzten sie.

Europa hat mit einer historischen Trockenheit zu kämpfen, die den Wasserstand des Rheins sinken lässt. Die Wasserstraße, die die Öltanks an Orten wie Rotterdam mit den Verbrauchern im europäischen Binnenland verbindet, ist derzeit für die meisten Lastkähne unpassierbar, wodurch ein Versorgungsengpass entsteht, der zu einem Abbau der Läger führen könnte, die vor dem Winter wieder aufgefüllt werden müssen. 

Länder wie Schweden und Deutschland haben vor einem steigenden Ölverbrauch gewarnt, um das teure Gas zu ersetzen, während Europa mehr Kohle aus der ganzen Welt gekauft hat. Es ist jedoch noch unklar, wie stark sich die Nachfrage in Europa zum Jahresende aufgrund der Abschwächung der Wirtschaft erholen wird.

Ost-West-Arbitrage
Dieseltreibstoff, der im August aus Indien und Nordasien geladen wird, braucht fast einen Monat, um Europa zu erreichen, und kommt am Zielort an, wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt. Zu den Schiffen auf der so genannten Arbitrage-Route nach Europa gehören auch größere Schiffe wie Suezmaxe, die bis zu einer Million Barrel Öl transportieren können.

“Um die Ost-West-Arbitrage praktikabel zu machen nutzen die Händler Größenvorteile, indem sie ihre Ladungen auf diese größeren Tanker verladen”, erklärt Serena Huang, leitende Asien-Analystin bei Vortexa.

Die Umstellung von Gas auf Öl wird voraussichtlich in diesem Jahr sprunghaft ansteigen, wobei die Internationale Energieagentur ihre Prognose für das globale Wachstum der Ölnachfrage um 380.000 Barrel täglich angehoben hat, in der Erwartung, dass Industrie und Stromerzeuger auf andere Brennstoffe umsteigen werden. Die zusätzliche Nachfrage konzentriert sich nach Angaben der Agentur dabei vor allem auf den Nahen Osten und Europa. (aa)

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