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Großaktionär fordert Abschied aus dieser Alpenrepublik

Die geplante Verschärfung der Schweizer Kapitalregeln stößt bei einem Großaktionär der UBS auf scharfe Kritik: Artisan Partners sieht Milliardenwerte bedroht und drängt den Bankkonzern zu einem radikalen Schritt.

© Octavian / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Der UBS-Aktionär Artisan Partners hat die Schweizer Bank aufgefordert, das Land zu verlassen.
  • Angesichts strengerer Kapitalvorschriften stehe das Institut vor einer "düsteren Realität"

Regulatorisches Umfeld hat sich eingetrübt
"Die einfache Tatsache ist, dass die Schweiz für UBS kein attraktiver oder wünschenswerter Standort mehr ist", schrieben Portfoliomanager von Artisan Partners, darunter Daniel O'Keefe, am Mittwoch (30.9.) in einem Brief an den UBS-Verwaltungsrat. Artisan Partners teilte mit, im Auftrag von Kunden insgesamt mehr als 60 Millionen UBS-Aktien zu verwalten. Das entspricht rund 1,8 Prozent aller ausstehenden UBS-Aktien.

Ständerat unterstützt strengere Kapitalregeln
In diesem Monat hat die obere Kammer des Schweizer Parlaments, der Ständerat, unerwartet einen Plan unterstützt, der nach Angaben der Bank zusätzliches CET1-Kapital von 16 Milliarden Dollar erfordern wird.

Als Nächstes befasst sich die untere Kammer mit dem Plan, wo er noch abgeschwächt werden könnte. Eine Entscheidung ist vor dem kommenden Jahr unwahrscheinlich.

Artisan sieht 36 Milliarden Dollar Börsenwert gefährdet
Artisan Partners schätzte dem Brief zufolge, dass der Schritt einem entgangenen Börsenwert von rund 36 Milliarden Dollar entsprechen könnte.

Wäre die Bank in einem Rechtsraum mit Regeln angesiedelt, die den derzeitigen Schweizer Vorschriften ähneln, könnte dieses Kapital eingesetzt werden, um eine Rendite von 15 Prozent zu erzielen, erklärten die Portfoliomanager.

UBS will von der Schweiz aus tätig bleiben
Ein UBS-Sprecher erklärte, die Bank habe stets deutlich gemacht, dass es ihr Ziel sei, weiterhin erfolgreich als globale Bank von der Schweiz aus tätig zu sein.

Die UBS werde die Interessen ihrer Aktionäre schützen, indem sie weiterhin Fakten und Analysen bereitstelle, um fundierte Entscheidungen zu unterstützen. Zudem werde sie sich für eine Regulierung einsetzen, die zielgerichtet, verhältnismäßig und international abgestimmt sei und die Ursachen der Credit-Suisse-Krise angehe. (mb/Bloomberg)

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