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Goldman Sachs liebäugelt, Asset Management-Basis aus NY abzuziehen

Das US-Haus überlegt, einen Teil des Asset Managements von New York (NY) nach Florida oder auch Texas zu verlagern. Das würde vorwiegend das Back Office, aber auch einen Teil der Anlageprofis betreffen.

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In den USA buhlen die Bundesstaaten untereinander mit niedrigeren Steuern um Corporate America.
 
© alswart / stock.adobe.com

Für einen der wichtigsten Geschäftsbereiche erwägt Goldman Sachs Group einen weitgehenden Umzug. Laut Bloomberg will das Topmanagement Geld sparen und prüft dazu, die Basis der Vermögensverwaltung nach Florida zu verlagern. Für die Erfolgsaussichten eines solchen Schritts sprechen die Homeoffice-Erfahrungen im Zuge der Corona-Pandemie.

Kreisen zufolge habe Goldman bereits Bürostandorte in Südflorida sondiert, mit örtlichen Verantwortlichen gesprochen und Steuervorteile untersucht. Den laut Bloomberg informierten Personen zufolge kommen für Goldman aber auch andere Standorte infrage, darunter das texanische Dallas.

New York hofft auf Verbleib der Goldmänner
Die Entscheidung, einen zentralen Standort für das Asset-Management-Geschäft in Florida zu schaffen, würde nicht nur Backoffice-Mitarbeiter, sondern auch einige Anlageexperten betreffen, sagten zwei der mit den Plänen vertrauten Personen. Die Verlagerung würde schrittweise durchgeführt werden. Für den Finanzstandort New York wäre sie ein Rückschlag.

Goldman hat den Angaben zufolge potenzielle Büroflächen in einem Korridor nördlich von Miami geprüft, zu dem Palm Beach County und Fort Lauderdale gehören.

Die Überlegungen der Wall Street-Ikone, die oft ein Trendsetter für die Branche ist, tragen zur Eintrübung der Zukunftsperspektiven von New York bei. Während Restaurants und Geschäfte ums Überleben kämpfen, versucht die Metropole, die Abwanderung von Bürojobs in Staaten mit laxen Steuerregelungen und niedrigeren Lebenshaltungskosten einzudämmen.

Steuerwettbewerb innerhalb der USA
Florida profitiert nicht nur vom sonnigen Wetter, sondern auch von Steuervorteilen. Paul Singers Elliott Management will bereits aus Manhattan nach West Palm Beach umziehen. Auch andere Branchengrößen wie Blackstone Group und Ken Griffins Citadel haben ihre Präsenz im Bundesstaat verstärkt. (aa)

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