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Goldman Sachs hat den neuen Fußball-Weltmeister bereits errechnet

Goldman Sachs hat den Fußball-Weltmeister 2026 bereits ermittelt. Laut dem Prognosemodell der US-Bank spricht derzeit am meisten für Spanien – vor Argentinien und Frankreich.

© U. J. Alexander / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Nach einer Analyse von 20.000 Spielen hat Spanien die größten Chancen, Weltmeister zu werden.
  • Einen Faktor hat Goldman Sachs jedoch nicht berücksichtigt: Die aktuelle Form und Gesundheit der Spieler

Volkswirte der Goldman Sachs Group haben die Zahlen zur Fußball-Weltmeisterschaft analysiert und sind – wie bereits andere Beobachter – zu dem Schluss gekommen, dass Spanien die größten Chancen auf den Titel hat.

"Unsere Prognose steht im Einklang mit dem historischen Muster, dass die Weltmeisterschaft nach einem Titelgewinn durch ein südamerikanisches Team fast immer nach Europa zurückkehrt", schrieben die Goldman-Sachs-Ökonomen um Jan Hatzius in einer Mitteilung vom Freitag (29.5.).

Spanien führt das Ranking an
Das statistische Modell von Goldman weist Spanien eine Wahrscheinlichkeit von 26 Prozent für den Gewinn der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu. Die Analyse kombiniert historische Spieldaten, Mannschaftsrankings, Offensivstärke und geografische Faktoren, um den Turnierverlauf vorherzusagen. Das Modell stützt sich dabei stark auf Elo-Ratings – ein ursprünglich für Schach entwickeltes System, das die Stärke von Teams anhand ihrer Ergebnisse und der Qualität ihrer Gegner misst.

Spanien, Weltmeister von 2010, verfügt derzeit über das höchste Elo-Rating vor Argentinien und Frankreich. Die Chancen des Teams werden laut Goldman zudem durch seine "Offensivstärke" gestützt.

Frankreich und Argentinien folgen
Frankreich hat dem Modell zufolge eine Wahrscheinlichkeit von 19 Prozent, zum dritten Mal Weltmeister zu werden. Für Argentinien ergibt sich eine Chance von 14 Prozent, als erstes Team seit Brasilien 1962 den Titel erfolgreich zu verteidigen. Brasilien kommt auf acht Prozent, England und die Niederlande kommen jeweils auf rund fünf Prozent.

Für das Halbfinale prognostiziert das Modell ein rein europäisches Duell zwischen Frankreich und Spanien sowie ein Aufeinandertreffen der südamerikanischen Schwergewichte Argentinien und Brasilien. Im Finale am 19. Juli in New York sieht Goldman schließlich Spanien gegen Argentinien gewinnen.

Fast 20.000 Spiele ausgewertet
In das Modell fließen Daten aus nahezu 20.000 Pflicht-Länderspielen ein, die seit 1978 ausgetragen wurden. Auch die jüngste Formkurve und mentale Faktoren wurden berücksichtigt.

Teams mit treffsicheren Torjägern und starken jüngsten Leistungen schneiden tendenziell besser ab. Gleichzeitig tun sich amtierende Weltmeister beim folgenden Turnier häufig schwer, was die Chancen Argentiniens als Titelverteidiger schmälert, zeigt die Goldman-Analyse.

England wird herabgestuft
England wurde trotz eines starken Elo-Ratings niedriger eingestuft. Als Gründe nennt der Bericht die historisch schwächere Leistung bei Weltmeisterschaften sowie mögliche geografische Nachteile, darunter die Aussicht auf ein Spiel gegen Mexiko im hoch gelegenen Mexiko-Stadt.

Zu den potenziellen Top-Begegnungen zählt ein mögliches Duell zwischen den USA und Iran in der Runde der letzten 32 sowie ein Viertelfinale zwischen Argentinien und Portugal. Dabei könnte es zum letzten WM-Aufeinandertreffen von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo kommen.

Verletzungen bleiben ein Unsicherheitsfaktor
Goldman betonte, dass das Modell gegenüber Faktoren wie der Gesundheit der Spieler "weitgehend blind" sei. Spaniens Nachwuchsstar Lamine Yamal hatte sich im Vorfeld des Turniers verletzt und wird Berichten zufolge die Anfangsphase des Wettbewerbs verpassen. (mb/Bloomberg)

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