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Geno-Bad-Bank erwartet weiterhin viele Problemkredite, rüstet auf

Die Bad-Bank des deutschen Genossenschaftssektors, alias BAG, benötigt angesichts vieler fauler Kredite und entsprechender Stützungsmaßnahmen zusätzliches Personal.

© Thawatchai Images / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Geno-Bad-Bank sieht mehr Problemkredite, holt zusätzliche Leute
  • Die BAG rechnet für 2026 mit dem Ankauf von Krediten im niedrigen dreistelligen Millionenbereich

Die Bad Bank der genossenschaftlichen Banken in Deutschland stellt sich darauf ein, dass sie im laufenden Jahr weitere Problemkredite aus der Gruppe übernehmen wird. Nachdem die BAG — so der Name der Bad Bank — zuletzt schon personell stark gewachsen war, wird die Anzahl der Mitarbeiter internen Planungen zufolge weiter steigen. Darüber berichtet Bloomberg News.

Ihren Ursprung hat die BAG in den 1980er Jahren, als die genossenschaftliche Hammer Bank SpaDaKa in Schieflage geriet. Durch deren Abwicklung entstand ein Kompetenzzentrum rund um die Bearbeitung von notleidenden Engagements.

Faule Kredite machen weiterhin viel Arbeit
Die BAG rechnet für 2026 mit dem Ankauf von Krediten im “niedrigen dreistelligen Millionenbereich”, sagte BAG-Chef René Kunsleben jüngst bei der Bilanz-Pressekonferenz seines Hauses. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bank Kredite im Volumen von 1,25 Milliarden Euro angekauft.

Über ihre gemeinsame Sicherungseinrichtung versprechen die Genossenschaftsbanken, sich in Krisen gegenseitig zu stützen. In Schieflage geratene Banken werden oft mit Nachbarinstituten fusioniert und problematische Kredite wandern an die BAG. In den vergangenen Jahren hatte es gleich mehrere prominente Stützungsfälle gegeben.

“Wir haben unseren Personalbestand spürbar ausgeweitet”, erklärte Kunsleben. Zuletzt waren rund 200 Mitarbeiter für die BAG Gruppe tätig, verglichen mit etwa 170 zu Ende 2024. “Wir stocken beim Personal weiterhin auf. Da wird sich etwas tun.” Vorgesehen sei eine Ausweitung auf 210 Mitarbeiter.

Bekannte Namen brauchten Hilfe
Hilfe von der Solidargemeinschaft der Genobanken hatten unter anderem die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden, die Volksbank Dortmund-Nordwest und die Raiffeisenbank im Hochtaunus benötigt. In den rund 1,25 Milliarden Euro an Kredit-Ankäufen im vergangenen Jahr waren Kunsleben zufolge alle drei Sanierungsbanken enthalten.

Sektor verschafft sich effizientere Tools
Vor dem Hintergrund der Stützungsfälle sind die Genobanken gerade dabei, ihre Solidargemeinschaft zu reformieren. Geplant ist, kriselnde Institute schneller und auch effektiver zu begleiten. Die Eingriffsrechte der Sicherungseinrichtung sollen gestärkt, bestimmte Banken unter Umständen mit höheren Beiträgen belegt und Institute zügiger aus der Geno-Solidargemeinschaft herausgelöst werden können. Selbst ein Entzug der Markenrechte ist möglich.

Für weitere Übernahmen hat der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken der BAG neues Eigenkapital in Höhe von 202 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit dieser Kapitalerhöhung sieht Kunsleben die BAG für die Zukunft “gut aufgestellt”. (aa)

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