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Generali prüft Verkauf von Teilen des Deutschlandgeschäfts

Die Generali Versicherung soll Insidern zufolge ernsthaft den Verkauf der deutschen Tochter Generali Leben erwägen. Im Falle einer Veräußerung würden Policen im Wert von rund 44 Milliarden Euro die Gesellschaft wechseln.

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Generali-Deutschlandchef Giovanni Liverani
© Generali

Der italienische Versicherungskonzern Generali prüft den Verkauf seiner deutschen Lebensversicherungstochter. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach soll die US-Investmentbank Morgan Stanley bereits mit potenziellen Käufern für das rund 44 Milliarden Euro schwere Policen-Portfolio gesprochen haben. Insider sagten der Agentur, dass noch keine Entscheidung zur Veräußerung gefallen sei. Ein Generali-Sprecher sagte, der Verkauf bestimmter Portfolios in Deutschland sei eine von mehreren strategischen Möglichkeiten.

Lebensversicherer stehen wegen der Minizinsen unter Druck, die garantierten Renditen für klassische Lebenspolicen zu erwirtschaften. Zudem müssen sie hohe Rückstellungen bilden, um ältere Garantieversprechen erfüllen zu können. Aus diesem Grund hatte der Versicherer bereits Ende 2015 das Neugeschäft mit diesen Produkten weitgehend eingestellt.

"Run-Off-Plattformen" wittern Geschäft
Auch wenn keine Namen der angesprochenen Unternehmen bekannt sind, dürften professionelle Abwickler wie Viridium, Frankfurter Leben und Athene darunter sein, die bereits am deutschen Markt aktiv sind. Diese im Fachjargon "Run-Off-Plattformen" genannten Firmen setzen darauf, mittels Digitalisierung und damit einhergehender Einsparungen beim Personal die Kosten für die Verwaltung der Verträge soweit zu drücken, dass sie Profite erzielen können.

Zudem entfallen die hohen Vertriebsaufwendungen fast vollständig, da Neugeschäft nicht zur eigentlichen Strategie der Übernehmer zählt. Ferner sei es – vereinfacht ausgedrückt – möglich, durch geschicktes Anlage- und Liquiditätsmanagement zusätzliche Erträge aus den Altbeständen zu erzielen. (jb)

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