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Gehaltsstudie: So viel verdienen Aktuare

Eine Umfrage der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) und Deloitte gewährt Einblicke in die Vergütungsstruktur von Aktuaren in Deutschland und was sich diese Experten zukünftig von der KI erwarten.

Susanna Adelhardt, Deutsche Aktuarvereinigung: "Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und digitaler Transformation liefert die Untersuchung wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, Nachwuchskräfte und die Politik." 
Susanna Adelhardt, Deutsche Aktuarvereinigung: "Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und digitaler Transformation liefert die Untersuchung wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, Nachwuchskräfte und die Politik." © Deutsche Aktuarvereinigung e.V.

Deutsche Aktuare und Aktuarinnen müssen nicht am Hungertuch nagen. Das zeigt zumindest eine aktuelle Gehaltsstudie der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV), die sie gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Deloitte machte. Die Untersuchung liefert laut Studienautoren ein differenziertes Bild der Vergütungsstruktur von Aktuarinnen und Aktuaren in Deutschland, erstmals ergänzt durch Gehaltsangaben direkt von Unternehmen.

Mehr als 2.000, also etwa ein Viertel aller DAV-Mitglieder und Teilnehmern am DAV-Prüfungssystem, haben an der Online-Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen: Die Median-Zielgesamtvergütung liegt 2025 bei 90.200?Euro, was einem Anstieg von lediglich 20 Prozent im Vergleich zur letzten DAV-Studie 2017 entspricht. Besonders hoch sind die Vergütungen in der Finanzbranche und im Bundesland Bayern.

Deutliche Mehrheit ist zufrieden
Knapp drei Viertel der Befragten gaben an, mit ihrem Gesamtpaket aus Gehalt und Nebenleistungen zufrieden zu sein. Flexible Arbeitszeitmodelle, hybride Arbeitsformen und betriebliche Altersversorgung zählen zu den wichtigsten Rahmenbedingungen im Berufsalltag.

Die Median-Zielgesamtvergütung stieg über die Hierarchielevel wie zu erwarten an: Fachspezialistinnen bzw. -spezialisten erhielten ca. 73 Tausend Euro, Projektleitung und Fachexpertinnen bzw. -experten ca. 93 Tausend Euro.

Die Logik setzte sich auch in den Management-Levels fort. So erhielten Mittleres Management / Teamleitung eine Zielgesamtvergütung von ca. 106 Tausend Euro, Top / Senior Management ca. 134 Tausend Euro und Mitglieder des Vorstands ca. 232 Tausend Euro.

KI wird den Job stark verändern
Ein weiteres zentrales Ergebnis der Umfrage lautet: Etwa 45?Prozent der Aktuare erwarten, dass Künstliche Intelligenz ihre berufliche Tätigkeit künftig stark verändern wird. Gleichzeitig besteht aus Sicht vieler Befragter noch ein Mangel an entsprechenden Aus- und Weiterbildungsangeboten. Eine Lösung ist laut DAV in Sicht: Die DAV plant, ab dem 1. Januar 2026 ein verpflichtendes Grundwissenfach „Data Science und KI“ in der Ausbildung einzuführen. Parallel werden zudem unterschiedliche Weiterbildungsangebote konzipiert.

"Die Studie zeigt, wie sehr sich der berufliche Alltag in den letzten Jahren gewandelt hat und wie wichtig es ist, Transparenz über Vergütung, Arbeitsbedingungen und Zukunftserwartungen zu schaffen“, sagt DAV-Vorstandsvorsitzende Susanna Adelhardt. „Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und digitaler Transformation liefert die Untersuchung wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, Nachwuchskräfte und die Politik. Zusammenfassend kann man außerdem festhalten: Wer Aktuar, bzw. Aktuarin ist, arbeitet nicht nur in einem anspruchsvollen und spannenden Umfeld, sondern auch in einem insgesamt attraktiven und gut bezahlten Beruf.“ (aa)


Die DAV-Gehaltsstudie 2025 ist ab sofort über die Geschäftsstelle der DAV zu erwerben. Kontakt: kommunikation@aktuar.de

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