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GAM: Management soll Aufspaltung prüfen

Aktivistische Aktionäre und Hedgefonds fordern vom GAM-Management, "Optionen auszuloten" und dabei auch eine Aufspaltung in Erwägung zu ziehen. Denn die Schweizer haben einige Geschäftsbereiche, die man versilbern könnte. Beispielsweise das Private-Labeling-Geschäft.

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© pressmaster / stock.adobe.com

Der skandalgeplagte Schweizer Vermögensverwalter GAM Holding hat noch immer mit Mittelabflüssen zu kämpfen. Nun drängt ein Hedgefonds das Management, die Sparmaßnahmen auszuweiten und sogar eine Aufspaltung der Aktivitäten zu erwägen. In einem Bloomberg vorliegenden Schreiben an den GAM-Verwaltungsratpräsidenten David Jacob fordert Bluebell Capital Partners eine Überprüfung der Unternehmensstrategie. GAM solle sich auf die Sanierung der Vermögensverwaltung konzentrieren und für den Bereich Private Labeling die Optionen ausloten.

Bei Skandal überreagiert und unnötig öffentlich gemacht
Bluebell kritisiert zudem den Umgang des Verwaltungsrats mit dem Skandal um das mittlerweile liquidierte Anlagevehikel Absolute Return Bond Fund und fordert das Gremium auf, die personelle Erneuerung voranzutreiben.

“Die GAM-Aktionäre zahlten einen hohen Preis für etwas, was zunehmend als Fehlreaktion auf einen Sturm im Wasserglas erscheint”, schrieb Bluebell-Mitbegründer Giuseppe Bivona in der vergangenen Woche in dem Brief an GAM. Bivona bestätigte den Inhalt des Schreibens. Ein Sprecher von GAM lehnte einen Kommentar zu Aktionärs-Interaktionen ab.

Mit dem Engagement von Bluebell steigt der Druck auf GAM-Chef Peter Sanderson, der bereits den Abbau von mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze erwägt. Pläne des Vermögensverwalters, sich selbst zum Verkauf zu stellen, waren gescheitert.

Bluebell sei zwar laut Bloomberg mit einem verwalteten Kapital von etwa 50 Millionen Euro zu klein, um aus eigener Kraft Veränderungen zu erzwingen. Die Gründer wollen jedoch mit anderen Aktivisten kooperieren, mit denen sie schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben. In diesem Jahr hat bereits die ebenfalls aktivistische Krupa Global Investments einen Anteil in GAM aufgebaut. (aa)

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