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GAM Holding: Gelingt nun bald der ersehnte Turnaround?

Die Nettomittelabflüsse aus dem Bereich Investment Management beliefen sich in Q1-2022 nur mehr auf 270 Millionen Franken. Im Bereich Fund Management Services mit dünneren Margen gab es sogar einen Zufluss von 290 Millionen Franken. Doch dort verabschiedet sich nun ein Großkunde.

Peter Sanderson
Peter Sanderson, CEO der GAM Holding, sieht schon die Wende zu Besseren. Doch das erscheint voreilig.
© GAM

Peter Sanderson, CEO der Gruppe, sagt: «Für GAM war dies ein ermutigendes erstes Quartal, in dem das Unternehmen insgesamt positive Nettozuflüsse verzeichnete. Ich freue mich, dass sich unser Investment Management Bereich, trotz der in den derzeitigen Marktbedingungen unter Druck stehenden verwalteten Vermögen, kontinuierlich verbessert und Nettozuflüsse verzeichnet. Investoren vertrauen einer Reihe unserer Strategien und auch die großen festverzinslichen Anlagestrategien verzeichneten weniger Abflüsse.»

Wenn man Nettomittelabflüsse aus dem - deutlich margenstärkeren - Bereich Investment Management, die sich in Q1-2022 auf 270 Millionen Franken beliefen, mit den dem deutlich margenschwacheren Bereich Fund Management Services zugeflossenen 290 Millionen Franken Nettozuflüssen saldiert, kommt man tatsächlich auf ein zartes Plus im ersten Quartal 2022 von 20 Millionen Franken, doch das hieße angesichts des Margenunterschieds der beiden Bereiche, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Hier von "laufenden Fortschritten bei der Wachstumsstrategie von GAM" zu sprechen, was sich "an insgesamt positiven Netto-Kundenzuflüssen im Quartal" zeige, entbehrt nicht einer gewissen Kühnheit. 

Tatsache ist, dass sich über beide Bereiche per 31. März 2022 die verwalteten Vermögen der Gruppe auf 94,8 Milliarden Franken im Vergleich zu 100,0 Milliarden Franken per 31. Dezember 2021 beliefen, wobei die Differenz im Wesentlichen auf ungünstige Markt- und Wechselkursbewegungen zurückzuführen ist.

Nettoflüsse nach Kompetenzen
Im Fixed-Income-Segment verzeichnete GAM Nettoabflüsse von 396 Millionen Franken, hauptsächlich aufgrund von Kapitalabflüssen aus dem GAM Star Credit Opportunities Fund und dem Local Emerging Bond Fund, die teilweise durch Zuflüsse in den GAM Star Cat Bonds Fund und den GAM Star MBS Fund ausgeglichen wurden. Die Zuflüsse verteilten sich auf eine Reihe von Fonds, wobei die höchsten Beträge in den GAM Star Continental European Equity Fund und in den GAM Emerging Markets Fund flossen. Multi-Asset-, systematische und alternative Strategien verzeichneten Nettozuflüsse von 44 Millionen, 16 Millionen beziehungsweise 67 Millionen Franken.

Vereinzelte Performance-Lichtblicke
Über den Dreijahreszeitraum bis zum 31. März 2022 übertrafen 73 Prozent der verwalteten Vermögen im Geschäftsbereich Investment Management ihre Benchmarks im Vergleich zu 68 Prozent per Ende Dezember 2021. Über den Fünfjahreszeitraum bis zum 31. März 2022 entwickeln sich 51 Prozent der Fonds besser als ihre Benchmarks gegenüber 60 Prozent per 31. Dezember 2021. Bei den von Morningstar beobachteten verwalteten Vermögen von GAM entwickelten sich 56 Prozent respektive 71 Prozent über die Drei- beziehunsgweise  Fünf-Jahreszeiträume bis zum 31. März 2022 besser als ihre jeweiligen Vergleichsgruppen im Vergleich zu 70 Prozent respektive 62 Prozent per 31. Dezember 2021.

Fund Management Services: In 12 Monaten 10 Milliarden weniger
Der Geschäftsbereich Fund Management Services wies per 31. März 2022 ein verwaltetes Vermögen von CHF 64.8 Milliarden gegenüber CHF 68.0 Milliarden per 31. Dezember 2021 aus. Am 30. März 2022 gab ein institutioneller Kunde von Fund Management Services seine Absicht bekannt, seine Fonds ab April 2023 in seine eigene Managementgesellschaft zu übernehmen. Per 31. Dezember 2021 beliefen sich die davon betroffenen verwalteten Vermögen auf 11,5 Milliarden Franken mit entsprechenden jährlichen Erträgen von rund 6 Millionen Franken jährlich. Der Kunde wird Fondsmittel von rund 10,5 Milliarden Franken abziehen. Etwa eine Milliarde Franken wird bei GAM verbleiben.

Ausblick
GAM erwartet, dass das Marktumfeld schwierig bleiben werde, da die geopolitische Unsicherheit anhalte, mit weiter steigenden Zinssätzen und mittelfristig recht mäßigen Wachstumsaussichten. Dennoch sei der positive Auftakt zum Jahr 2022 mit bis jetzt zunehmendem Momentum ermutigend, heißt es da, und man sei zuversichtlich, dass man mit seiner unverwechselbaren Palette von Anlageprodukten und Fondslösungen weiterhin Kunden anziehen könne, für die das Angebot von GAM in diesem schwierigen Umfeld die richtige Antwort sei.

Fazit
Der Turnaround lässt weiter auf sich warten, die Börse reagierte verschnupft, und der Aktienkurs gab untertags an die fünf Prozent gegenüber dem Schlussstand des Vortages ab, ehe er sich von den Tagestiefs wierder entfernte. (kb)

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