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Fusion von Nuveen mit Schroders auf dem Seziertisch

Die US-Gesellschaft Nuveen vereint sich mit dem britischen Traditionshaus Schroders und schafft ein Schwergewicht unter den globalen Vermögensverwaltern. Die geringen regionalen Überschneidungen seien vorteilhaft, und der Zusammenschluss habe Potenzial, sagt die europäische Ratingagentur Scope.

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Eckpunkte:

  • Geringe regionale Überschneidungen beider Häuser
  • Besonders hohes Potential bei Private Markets
  • Integration der Unternehmenskulturen ist eine Herausforderung

Die europäische Ratingagentur Scope sieht in der geplanten Übernahme des britischen Traditionshauses Schroders durch den US-Vermögensverwalter Nuveen einen strategisch schlüssigen Zusammenschluss mit deutlichem Potenzial. Die Transaktion im Wert von 9,9 Milliarden britischen Pfund schafft einen globalen aktiven Vermögensverwalter mit 2,1?Billionen Euro Assets under Management.

Wenig regionale Überschneidung
Scope bewertet die geringe regionale Überschneidung der beiden Häuser als klaren Vorteil: Nuveen, bislang stark US-zentriert und institutionell geprägt, gewinnt durch Schroders signifikante Präsenz und Markenstärke in Europa. Schroders wiederum erhält besseren Zugang zum US-Markt sowie zur institutionellen Basis von Nuveen. Beide Seiten bringen unterschiedliche, sich ergänzende Kompetenzen ein – Schroders mit starker Research-Tradition und breiter Aufstellung in aktiven Fonds, Nuveen mit großer Expertise in alternativen Anlagen. Fast 40 Prozent der Schroders-Fonds tragen ein Top-Rating von Scope, Nuveen ist bisher mit liquiden Fonds kaum in Deutschland aktiv.

Besonders im Bereich Private Markets sieht Scope hohes Potential
Schroders Capital (112?Milliarden US-Dollar) und Nuveens Alternatives-Plattform (über 300 Milliarden US-Dollar) decken ein breites Spektrum ab, von Private Equity über Infrastruktur bis hin zu semi-liquiden Strukturen. Gemeinsam entsteht eine deutlich stärkere, global vernetzte Einheit in einem wachsenden margenstarken Geschäftsfeld.

Herausforderungen
Diese erkennt Scope vor allem in der Integration der Unternehmenskulturen und der Sortierung der Produktpalette. Positiv bewertet die Ratingagentur, dass die Marke Schroders bestehen bleibt und London ein zentraler Standort.

Résumé
Insgesamt beurteilt Scope die Fusion als strategisch sinnvoll und vorteilhaft für beide Unternehmen wie auch für Anleger – durch ein erweitertes Angebot, größere Ressourcen und eine stärkere globale Präsenz mit starken lokalen Standorten. (kb)

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